Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

News

27
JUN

Willkommen zurück! 14 Tage offline und alles hat sich verändert! Beginnt auf eurer Entdeckungsreise am besten einfach bei den News und probiert dann alles aus!

Last Posts

Newspost stat (reminder)

Alchemistische Magie









Alchemisten benutzen Schriftzeichen (Runen oder Glyphen), um Magie zu aktivieren und zu lenken. Die Magie befindet sich in den Gesteinen, Blut oder im Sand, in oder aus dem die Zeichen geschrieben werden.
Der Alchemist selbst beeinflusst die Magie dabei nie direkt, sondern immer nur, indem er Zeichen graviert oder schreibt. Die benutzten Schriftzeichen gehören quasi einer magischen Programmiersprache an, die es dem Alchemisten erlaubt, bestimmte Effekte zu “programmieren.”

Im Gegensatz zum Programmieren kann nicht jeder Mensch Magie leiten. Soweit die Alchemisten es bisher verstanden haben, wird der Effekt der Runen erst geschaffen, wenn sie von einem Menschen, der Magie leiten kann, graviert oder geschrieben werden. Wie genau dies funktioniert und was der physische Unterschied zwischen Menschen, die Magie leiten und jenen, die es nicht können, ist den Alchemisten unbekannt.
Es ist auch der Fall, dass der Alchemist weder eine aktive Wahrnehmung von dem Prozess noch Kontrolle darüber hat. Sämtliche Kontrolle über die Magie findet über die Schriftzeichen und die Präzision statt, mit der der Alchemist diese graviert oder geschrieben hat.

Die Wirkung der Magie steht, sobald die Schriftzeichen vollendet und miteinander verbunden sind. Die lückenlose Verbindung der Schriftzeichen ist dabei relevant. Wird diese unterbrochen, bricht die Magie zusammen.
Diese Form der Aus- und Einschaltung wird in der Runenmagie gerne durch mechanische Bewegung benutzt, um Artefakte ein- und auszuschalten (mehr dazu unter Runenmagie). Artefakte, die auf Klick- oder Drehmechanismen basieren, können entsprechend von jedem benutzt werden, solange der Gegenstand noch Magie in sich trägt. Die meisten Artefakte dieser Form haben eine begrenzte Menge an Magie und entsprechend nur eine begrenzte Funktionsdauer.

Es gibt drei bekannte Lehren der Alchemie:
  • Die 1. Lehre: Runenmagie
  • Die 2. Lehre: Divination
  • Die 3. Lehre: Nekromantie

In allen Logen werden ausschließlich Runenmagie und Nekromantie gelehrt, da die Logen nie eine funktionsfähige Anwendung der zweiten Lehre gefunden haben.

Die Geschichte der Zweiten Lehre


Als man die zweite Lehre entschlüsselte, war die Freude groß. Doch die Freude hielt nicht lange an, denn die Anleitung, wie man mit den vier Elementen in die Zukunft sehen konnte, schien nicht zu funktionieren.
So rutschte die Wahrsagerei schon während der Renaissance in den Bereich des Aberglaubens und Betrügens ab, vielleicht sorgte eine gewisse skeptische Haltung gegenüber dieser Methode dafür, dass die meisten Alchemisten nicht offen für den Blick in die Zukunft waren.
In der Theorie kann man mithilfe von vier Methoden wahrsagen:
  • Geomantie: Das Lesen und Erkennen von Mustern in der Erde/ Boden bzw. das Werfen von kleinen Gegenständen auf ein Raster im Boden, aus dem man auf Basis einer Zahlenregel herauslesen kann, wie die Antwort der vorgenannten Frage ist
  • Hydromantie: Das Sehen in ein Gewässer oder ein mit Wasser gefülltes Gefäß, in dem sich die Zukunft oder Gegenwart herauszeichnet
  • Aeromantie: Mit Blick in den Himmel und Lesen von Wolkenformation, Windstärke und –richtung und anderen meteorologischen Phänomen können vage Vorhersagen getroffen oder nahende Bedrohungen erkannt werden
  • Pyromantie: Es bezeichnet die Fähigkeit, aus dem Feuer und seinen Erscheinungen die Wahrheit oder die Zukunft vorhersagen zu können

Es heißt, der Wahrsager ist auf eines der vier Elemente spezialisiert und beherrscht nicht alle. Der einzige bekannte Alchemist, der erfolgreich in Divination war, war Emmett Cavendish, der die Zerstörung der Loge in London vorhersah und daher zur Umsiedlung drängte. Tatsächlich wurde der Londoner Sitz im 1. Weltkrieg zerstört.
Doch die meisten Alchemisten sind auch heute nicht davon überzeugt, dass es eine praktische Anwendung für die zweite Lehre gibt, zumal eben jener Alchemist damals mitsamt der zweiten Lehre verschwunden ist. Dies macht Edinburgh zur einzigen Loge, die jemals eine ganze Lehre verloren hat.
Aktuell vermuten die Alchemisten, dass sich diese Lehren in Stonehaven, in Obhut der Familie McAllister, befinden.





Grundlagen


Runen Die I. Lehre auf Basis der Runen nennt man Runenmagie, Bann- oder Schutzmagie. Man hat bis heute noch nicht entschlüsseln können, weshalb es Inschriften benötigt, um die Magie zu aktivieren, die sich im Substrat (Geologische Materie, also Mineralien, Steine, Metalle) befindet, aber im Prinzip ist die Runenmagie das Ergebnis der Wechselwirkung zwischen Runen, ihrem Substrat und der Beziehung zu einem anderen Substrat. Sie erfordert viel theoretisches Wissen und Vorbereitung. Spontan kann sich ein Alchemist nichts aus dem Ärmel zaubern. Sie kann dazu eingesetzt werden, Orte zu schützen, Personen zu bannen, physikalische Normen im Magiefluss zu ändern und sogar Einfluss auf den menschlichen Organismus zu nehmen.
Abbildung (prompted by Cara using Canva): Historische Niederschrift eines Teiles der Runen, die für Runenmagie benutzt werden. Hierbei handelt es sich um einen Auszug aus einem Laborbuch von einem Londoner Alchemisten um 1913.

Voraussetzungen und Regeln:
  1. Je „reiner“ das Substrat, d.h. je weniger Vermischungen und Verarbeitung (z.B. schon geschmolzenes Metall), desto sicherer das Ergebnis, langlebiger die Wirkung und stabiler die Energie.
  2. Energiedauer und -stärke zwischen zwei Substrat-Runen-Verbindungen ist zudem abhängig von der Größe der Substrate (Murmel vs. Felsbrocken) und der Komplexität der Runensprache (je komplexer, desto instabiler).
  3. Objekte im Energiefluss wirken bzw. verändern sich so lange, wie sie sich in der Energie befinden UND ebenfalls nachhaltig, je nachdem, wie präzise Regel 1 und 2 angewandt wurden.
  4. Der Wirkungsgrad wird allein durch die Kombination aus Rune und einem bestimmten Substrat erzeugt. Der Alchemist hat darauf keinen direkten Einfluss, sondern aktiviert lediglich die Magie.

Prinzip der Runenmagie:
Runen
Abbildung (prompted by Cara using Gemini): Die Grafik zeigt das Prinzip von Runenmagie in 2 Varianten (Variante 1 oben, Variante 2 unten)

Anwendungsbeispiele für Grafik Variante 1
  • Schutzkreise /-mauern: Energieaufbau zwischen mindestens 2 Runen-Substrat-Verbindungen, der ein Eindringen von einer Seite verhindert (z.B. durch abstoßende o. schädigende Energie)
  • Bannkreise /-mauern: Energieaufbau zwischen mindestens 2 Runen-Substrat-Verbindungen, der ein Entkommen von einer Seite verhindert (z.B. abstoßende o. schädigende Energie)
  • Optische Täuschungen: Energieaufbau zwischen 2 Runen-Substrat-Verbindungen, die das Abbild auf der anderen Seite verzerrt o. manipuliert (z.B. durch Veränderung der Lichtbrechung)
  • u.v.m.

Anwendungsbeispiele für Grafik Variante 2
  • Veränderung der physikalischen Normen o. chemischen Grundlagen des Objekts (Beschaffenheit, Dichte, Reaktionsfähigkeit usw.) → kein Einfluss auf organisches Material (lebende Körper, Pflanzen); Anwendungsbereich enorm groß, aber Dauer der Veränderung begrenzt

Geeignete Substrate


Substrat Stabilität der Energie Variations- möglichkeiten der Energie Vorkommen
Monomineralische Gesteine, z.B. Steinsalz, Marmor, Quarzit, Dolomit, Dunit oder Kalkstein
+++
+
++
Polymineralische Gesteine, z.B. Larvikit, Gabbro, Arkose, Granit oder Rhyolith
++
+++
++
Edelmetalle, z.B. Gold, Silber, Platin, Quecksilber, Palladium
++
+++
+
Unedle Metalle, z.B. Eisen, Aluminium, Blei, Zinn
+
++
+++
Edelsteine & Halbedelsteine, z.B. Rubin, Bergkristall, Smaragd, Jaspis
+ bis +++
+++
+ bis +++


Fähigkeiten mit Runenmagie


Ein ausgebildeter Alchemist beherrscht neben der Theorie (s. Grundstudium) noch diese praktischen Fähigkeiten:

Fähigkeit Erklärung/ Anwendung Wirkungsdauer
Schutzkreis ziehen
Steine mit entsprechenden Runen um einen gelegt verhindern fremdes Eindringen, auch von Gegenständen.
max. 30 Minuten
Bannkreis ziehen
Gleich wie Schutzkreis, nur befindet sich die feindliche Person im Kreis und kann diesen nicht verlassen.
max. 20 Minuten
Aktivierungs- und Schlafzustände herbeiführen
Beliebte Methode, um länger lernen oder besser schlafen zu können. Man positioniert sich zwischen zwei Steinen, deren Energiefluss einen wach halten oder schläfrig machen soll.
Wirkung abhängig vom körperlichen Zustand.
Wärme-/ Kälte-/ Lichtspender
Man kann gewisse Steine oder Metalle so aufladen, dass sie Wärme oder Licht abgeben können.
Dauer hängt von der Größe des Steins ab. Ein handflächengroßer Stein kann bis zu einer Stunde aktiv bleiben, ehe die Magie verbraucht ist.
Tränke- und Substanzlehre (optional)
Je nach Lehrmeister und dessen Schwerpunkt können schon einige (meist 1-2) Tränke, Pulver und andere Substanzen im Grundstudium hergestellt werden u.a. der Trank, der den Blutdurst der Vampire verzögert. Da auf dieser Stufe kein Vampirblut eingesetzt wird, können die Substanzen keinen direkten Einfluss auf den menschlichen Organismus haben (anders als bei der Meisterfähigkeit alchemistische Pharmazie).
Vom Trank bzw. der Substanz abhängig.


Ein Meister der Runenmagie beherrscht die o.g. Fähigkeiten doppelt so lange/ schnell bzw. wirkungsvoller (z.B. mit neuen Runen-Substrat-Kombinationen) und zusätzlich noch selbst entwickelte oder von seinem Ausbilder erworbene, spezielle Fähigkeiten. Das ist als erstes das Meisterstück, das im Rahmen des Vertiefungsstudiums entwickelt wird. Danach hat man als Meister die Möglichkeit, sich weiteren Forschungen zu widmen und Fähigkeiten zu erlernen. Man muss nicht für jede Fähigkeit ein Meisterstück ablegen, denn man kann sich mit seinen eigenen Forschungen so lange und intensiv beschäftigen, wie man will (oder Mittel dazu hat). Man veranschlagt für jede weiteren Meilenstein in der persönlichen Forschung 5 bis 7 Jahre.
Beispielrechnung für einen 40-jährigen Alchemisten, der mit 21 seine Ausbildung begonnen hat: Mit 26 Grundstudium abgeschlossen, mit 34 Meistertitel inkl. 1 Fähigkeit als Meisterstück erworben, mit 39 eine 2. Fähigkeit erlernt. Möglich sind noch 1 oder 2 weitere Tränke im Laufe der Forschungen.
Beispiele für Anwendungsgebiete eines Meisters der Runenmagie wären:

Gebiet Erklärung Beispielfähigkeit
Beeinflussung kognitiver/ psychischer Prozesse
Eine Erweiterung der Aktivierungs- und Schlafzustände, nur, dass man Hirnregionen stimuliert.
Ein Energiefeld herstellen, das verblassende Erinnerungen auffrischt, Emotionen verstärkt oder Verdrängtes ins Gedächtnis zurückholt.
Chemische/ physikalische Veränderung von Gegenständen
Volumen, Dichte, Temperatur usw. verändern
Einen Koffer für eine bestimmte Zeit mit einem Volumen von 50L mit 100L Inhalt füllen können oder Chemikalien verbinden, die unter natürlichen Umständen keine Verbindung eingehen
Alchemistische Pharmazie
Mithilfe von Vampirblut Substanzen verändern, neue Verbindungen erschaffen und sie dann auf einen Organismus anwenden.
Die Essenz des ewigen Lebens herstellen (erfordert allerdings neben Runen auch noch Hieroglyphen, d.h. einen Nekromanten) oder Medikamente entwickeln, die den Körper für eine bestimmte Dauer verändern/ modifizieren.


Die Anwendungsgebiete können nicht immer strikt voneinander getrennt werden und sich daher überschneiden. Es handelt sich um mögliche Rahmen, in denen konkrete Fähigkeiten erfunden und entwickelt werden können.
→ Allgemein nicht möglich: Beeinflussung von Zeit und Raum; Entwicklung organischer Stoffe/ Materie, die durch Einnahme den Körper dauerhaft und ganzheitlich verändern (z.B. Verwandlungen); Wirkung mit räumlicher Distanz (alles wirkt dort, wo es angewendet wird)
→ konkrete Beispiele können gerne bei der Charaktervorstellung besprochen werden!




Grundlagen


Glyphen Glyphen 2 Nekromantie ist in der Reihe der alchemistischen Entdeckungen die III. Lehre und basiert auf Glyphenmagie. Diese Glyphen wurden fälschlicherweise eine Zeit lang als Abwandlung von Hieroglyphen behandelt, sind aber gänzlich eigene Zeichen und haben mit dem Schriftsystem des Alten Ägypten nichts zu tun. Tatsächlich ist die Sammlung der alchemistischen Glyphen gar nicht mal so komplex, doch – wie bei den Runen – kommt es auf die Kombination miteinander an. Sie beschreiben, was die Magie zu tun hat. Aktiviert werden Glyphen mit Blut. Es stellt das Pendant – manche sagen auch “den Zugang” – zum Tod und dem Jenseits dar. Die Menge des Blutes, die Glyphenkombination und nicht zuletzt auch die Schreibweise (leserlich oder unsauber) beeinflussen das magische Wirken.
Bild (prompted by Cara using Canva): Auszug aus zwei Laborbüchern mit niedergeschriebenen Glyphen, welche für unterschiedliche nekromantische Anwendungen benutzt werden können. Es handelt sich um unterschiedliche Auszüge der Glyphenschrift, die auch noch in unterschiedlichen Kalligraphien geschrieben worden sind.

Nekromantie zur Beeinflussung von Körpern
Glyphen zur Formung von Körperteilen Mit Nekromantie können verstorbene, also leblose, Körper wiederbelebt werden. Wiederbelebt bedeutet, dass sie „funktionieren“, also bis zu einem gewissen Grad agieren und reagieren können. Sie besitzen aber keinen Geist, keine Seele, keine Erinnerungen oder eigenen Willen. Ebenso sind die kognitiven Leistungen besagter Wiederbelebter sehr eingeschränkt. Sie denken nicht eigenständig, sie können nur das tun, was ihnen mittels Glyphen auf den Körper befohlen wird. Je komplexer der Befehl, desto differenzierter die Möglichkeit zur Handlung. Menschen können genauso wie Tiere wiederbelebt werden. Einem Meister seines Faches ist es möglich, einen Wiederbelebten so funktionstüchtig zurück ins Leben zu holen, dass er auf verbale Befehle seines Meisters reagieren kann. Nichts Komplexes, vor allem auch nichts, das die geistige Leistung des Wiederbelebten zu seinen Lebzeiten übersteigt (ein Hund kann auf ‚komm‘ und ‚geh‘ reagieren, aber nicht auf ‚räum die Spülmaschine aus‘). Ein wiederbelebter Mensch kann ebenfalls nicht reflektieren, besitzt keinen Gefahrensinn oder vorausschauendes Denken. Er würde also auch ein Bahngleis überqueren, wenn gerade ein Zug einfährt.
Abbildung (prompted by Cara using Canva): Die Abbildung zeigt eine Zeichnung aus einem alten Laborbuch, in dem die Grundlagen für die Formung von totem Gewebe dargestellt werden. Es handelt sich um eine Metallplatte mit Flussrillen, damit das Blut besser fließen kann. Über diese Rillen werden die Glyphen geschrieben und dann über Rillen nach innen zu dem toten Gewebe geführt. Diese Art Aufbau wird vor allem für die Formung von neuen Gliedmaßen oder Körperteilen für wiederbelebte Körper benutzt, denen etwas fehlt. Hierbei wird anderes totes Gewebe in das gewünschte Gewebe umgewandelt. Die Umwandlung von totem Gewebe in andere Formen gehört zu den Grundlagen, um wiederbelebte Körper zu verbessern.

Glyphen zur Formung von KörperteilenEine weniger invasive Beeinflussung von Körpern stellt die Fähigkeit zur Regeneration dar. Diese kann in verschiedenen Stufen erlernt werden. Grob gesagt, beinhaltet sie sowohl die Fähigkeit, totes Gewebe zu rekonstruieren bzw. neu zu formen, als auch die Fähigkeit, lebendes Gewebe zu beeinflussen (z. B. zu heilen). Letzteres ist ein relativ neues Forschungsfeld und trifft auf Widerstand innerhalb der Logen, v. a. in Athen. Dort herrscht die Meinung vor, dass Nekromantie bzw. die Glyphen zum Zwecke der Erforschung der Toten und Geister existieren, nicht zum Heilen der Lebenden. Doch das Potenzial der Vertiefung in diesem Feld sollte den meisten klar sein. Der Weg dorthin ist allerdings steinig (mehr dazu s. → Athener Loge).
Abbildung (prompted by Cara using Canva): Dieser Auszug aus einem alten Laborbuch zeigt die Art, wie totes Gewebe und Glyphen benutzt werden, um eine Beinwunde zu schließen. Man erkennt, dass eine Kombination von Glyphen um die Wunde herum mit Blut niedergeschrieben wird. Bei den Pfeilen handelt es sich um Anweisungen für den Anwender.

Nekromantie zur Verbindung zum Jenseits
Der zweite große Bereich der Nekromantie umfasst alles, was mit Geistern zu tun hat. Man sollte dabei aber im Kopf haben, dass Nekromanten keinen Einfluss auf das Jenseits (Geisterwelt) haben, sie können maximal eine Verbindung dorthin aufbauen (z.B. für die Evokation). Womit sie arbeiten, sind die Geister im Diesseits. Warum sie existieren und wie mächtig sie sein können, kann man unter → Geister nachlesen.
Die Arbeit mit Geistern ist ein zweischneidiges Schwert und hat bei intensiver Ausübung psychische Folgen für den Anwender; wenn dieser einer Geistererscheinung auf den Grund geht, hat er so gut wie immer mit tragischen Schicksalen zu tun. Kein Geist bleibt ohne Grund im Diesseits und dieser Grund ist meistens eine unvollendete Aufgabe oder ein besonders grausamer Austritt aus dem Leben. Zudem sind solche Geiser nicht freundlich gesinnt und lassen ihren Schmerz an alles und jedem aus. Nekromanten, die sich vielen solchen Fällen widmen, müssen darauf gewappnet sein, dass dies Spuren hinterlässt – so, wie ein Kriminalpolizist ebenfalls beruflich mit Dingen konfrontiert wird, die ihn belasten.

Anwendung
Glyphen zur Formung von KörperteilenBei beiden Gebieten der Nekromantie ist der Einsatz des eigenen Blutes vonnöten. Mit diesem schreibt man die Glyphen entweder auf einen Gegenstand (zur Sichtbarmachung auf den Boden, zur Bindung auf den Gegenstand selbst etc.) oder den Körper, der wiederbelebt werden soll. Dies reicht schon, um magisches Wirken zu erzeugen. Was genau bewirkt werden soll, gibt die Glyphe vor, z. B. ‚erscheinen‘, ‚binden‘, ‚fernbleiben‘ usw. Tatsächlich ist die Sprache viel komplexer als eine reine Buchstabenfolge. Jede Glyphe trägt eine ganze Bedeutungsgruppe in sich.
Zum Sichtbarmachen von Geistern – auch Geistersehen genannt – sollte man sich zudem auch vor diesen schützen. Dies macht man, indem man um die Glyphe herum einen Kreis aus ägyptischem Sand zieht. Genauer gesagt aus der Wüste, in der das Tal der Könige liegt und wo auch die Tafel mit den Glyphen gefunden wurde.
Abbildung (prompted by Cara using Canva): Bei der Abbildung handelt es sich um eine Zeichnung aus einem alten Laborbuch. Sie zeigt die Anwendung von Glyphen, um einen Geist sichtbar zu machen. Man sollte anmerken, dass der Geist nicht korrekt dargestellt ist und nur als Schemen gemalt wurde. Der Fokus der Abbildung liegt auf dem Kreis und der Anordnungen der Glyphen, die in Blut und Sand geschrieben werden.

Fähigkeiten von Nekromanten


Den Tod zu überlisten, war stets ein menschliches Bestreben und motivierte Alchemisten von Alters her. Die Unsterblichkeit ist eine Sache, für die es bis heute kein zuverlässiges Patentrezept (s. Essenz des ewigen Lebens) gibt. Die Macht, Tote zu beherrschen, ist allerdings mit Nekromantie möglich. Allgemein basiert die Magie auf Veränderung organischer Materie (Tier- und Menschengewebe) und die Beeinflussung von Geistern. Dies ist mit den Glyphen möglich, die stets mit dem eigenen Blut geschrieben werden müssen.
Das Grundstudium kann in jeder Loge, in der es einen Meister der Nekromantie gibt, absolviert werden. Zum Vertiefungsstudium für seinen Meister muss man allerdings nach Athen reisen und sich ausbilden lassen. Das ist nicht so leicht möglich, da die Ausbildungsplätze begrenzt sind und sich die Athener Loge mittels Genehmigungen gewisse Mitbestimmungsrechte sichern will.

Fertigkeiten im Grundstudium


Fähigkeit Erklärung Nutzen
Geistersehen
Geister sichtbar machen, indem man sie mit einer Glyphe, geschrieben mit dem eigenen Blut, in einen Kreis aus ägyptischem Sand ruft. Ob der Geist kommuniziert, hängt davon ab, wie stark er ist und welche Gründe es gibt, die ihn im Diesseits halten. Die Dauer seines Bleibens hängt von der Stärke des Geistes ab, mehr dazu s. Geister
Informationen erhalten, auch die Gründe, warum der Geist nicht ins Jenseits wechselt.
Wiedererweckung (Tiere)
Leichen wiedererwecken, begrenzt auf Tiere, indem bei einem Ritual eine Glyphe mit dem eigenen Blut auf den Körper des Wiedererweckten geschrieben wird. Die wiedererweckten Tiere sehen so aus, wie sie gestorben sind, und behalten das Stadium der Verwesung wie bei Eintritt des Todes bei. Ihnen können Befehle gegeben werden, die nicht komplexer sein können, als die, die das Tier auch in seinem lebendigen Zustand verstanden/ gelernt hätte, z.B. „Bewach die Tür“ wäre bei einem Hund möglich, aber nicht „Bewache die Tür zwischen 17 und 23 Uhr“. Der Befehl muss als Glyphe dem Tier auf die Haut/ das Fell geschrieben werden, bzw. die Glyphe, die die Aufnahme des Befehls ermöglicht. Viel mehr als das, also weitere Befehle, können nur sehr begrenzt später mündlich gegeben werden. Nach 12 Stunden verlässt das Leben den Wiederbelebten und er wird wieder zum Leichnam.
Macht über Verstorbenes gewinnen und ihm Befehle geben, z.B. zum Schutz.
Regeneration I
Nekromanten lernen schon in ihrer Grundausbildung, wie sie beschädigtes, totes (!) Gewebe wieder regenerieren können. Dazu ist ebenfalls der Einsatz ihres Blutes nötig. Die Wirkung ist dauerhaft.
Wiedererweckte weniger “tot” aussehen lassen oder post mortem Körper wiederherstellen.
Tränke- und Substanzlehre (optional)
Je nach Lehrmeister und dessen Schwerpunkt können schon einige (meist 1-2) Tränke, Pulver und andere Substanzen im Grundstudium hergestellt werden u.a. der Trank, der den Blutdurst der Vampire verzögert. Da auf dieser Stufe kein Vampirblut eingesetzt wird, können die Substanzen keinen direkten Einfluss auf den menschlichen Organismus haben (anders als bei der Meisterfähigkeit alchemistische Pharmazie).
Vom Trank bzw. der Substanz abhängig.


Im Gegensatz zur Runenmagie spielen beim Erwerb nekromantischer Fähigkeiten sowohl moralische als auch bürokratische Bestimmungen eine Rolle, so muss man für seinen Meistertitel nicht nur ein Meisterstück einreichen, sondern auch eine Genehmigung bekommen. Da diese Genehmigung eine ca. 6-jährige Wartezeit beinhaltet, läuft dieser Prozess gleichzeitig mit dem Meisterstudium. Sobald die Wartezeit abgelaufen ist, muss man in Athen seine Fortschritte und – falls schon vollendet – sein Meisterstück demonstrieren. Dort wird entschieden, ob weitere Lehrzeit notwendig ist oder man ein Anrecht auf den Meistertitel hat – nicht selten hängen Zusagen auch von Beziehungen ab.

Auch jede weitere Fertigkeit nach Erlangen des Meistertitels ist mit einem bürokratischen Aufwand mit der Athener Loge verbunden. Man benötigt für jede Fähigkeit eine weitere Genehmigung und darf dafür wieder einige Jahre (mind. 5) warten; fehlt einem eine Genehmigung, aber wendet die Fähigkeit dennoch an, muss man mit dem Entzug seines Meistertitels rechnen. In der Theorie ist es also möglich, schon diverse Fähigkeiten anwenden zu können, aber in der Praxis darf man nur das, wofür man Papiere hat. Die Athener Loge will ganz genau wissen, welcher Nekromantenmeister was beherrscht, weshalb in allen Logen mindestens zwei Meister vorhanden sein müssen, um sich gegenseitig zu überwachen. Offiziell wird es Buddy-System genannt, doch jeder weiß, dass von einem erwartet wird, andere Meister in Athen zu melden, sollte man Beweise dafür haben, dass er eine Fähigkeit ohne Genehmigung bzw. ohne sich im Genehmigungsverfahren zu befinden, anwendet.

Fertigkeiten im Meisterstudium


Folgende Fähigkeiten sind Teil des Meisterstudiums, d.h. sie werden ohne zusätzlichen Antrag auf Genehmigung in Athen vermittelt. In ihnen kann auch das Meisterstück entwickelt werden, muss aber nicht:
  • Wiedererweckung II: Man darf Menschen mit schriftlicher Erlaubnis (Unterschriften aller Ratsmitglieder) für ein Projekt begrenzter Dauer wiedererwecken. Es besteht in der Praxis kein Unterschied zwischen der Wiedererweckung eines verstorbenen Tieres oder Menschen. Es ist eine Frage der Moral und der praktischen Umsetzung, immerhin findet man menschliche Leichen nicht am Straßenrand. Der Nekromant kann dem Wiedererweckten auch einfache Befehle auf den Körper schreiben, die ausgeführt werden, aber auch verbal mitgeben, wenn die entsprechende Glyphe (für Gehorsam) aufgezeichnet wurde. Mehr als 2 oder 3 Befehle übersteigen aber schon die kognitiven Fertigkeiten des Wiederbelebten, der übrigens auch keinen eigenen Antrieb oder Selbstschutz besitzt. Er würde auf Befehl auch von der Klippe springen. Aufgeschriebene Befehle erlöschen, wenn man die Glyphen auf dem Körper verwischt. Erst dann (oder man zerlegt ihn in Einzelteile) wird der Wiedererweckte auch wieder leblos.
  • Regeneration II: Während im Grundstudium nur verstorbene Körper wieder „hergestellt“ werden können, so lernt ein Alchemist in seinem Meisterstudium, wie man unter Einsatz von einer künstlich erschaffenen Biomasse Wunden eines lebendigen Körpers schließen kann. Besagte Biomasse ist eine veränderte Form von totem Gewebe, gemischt mit dem Blut des Nekromanten, das in der Lage ist, sich Körperzellen anzupassen und sie zu reparieren. Diese Art der Regeneration ähnelt mehr einer Transplantation, da das geheilte Gewebe niemals vollständig dem eigenen Körper angehört. Nach der Regeneration bleiben ein Leben lang sichtbare Spuren zurück und es wird niemals 100% körpereigen sein. Komplette Organe zu ersetzen, wäre nichts, das man „einfach so“ erlernt, sondern schon Inhalt eines Meisterstücks.

Fertigkeiten für einen Meistertitel


Mit einem der folgenden Fertigkeiten kann das Meisterstück entwickelt werden, mit dem man den Meistertitel erlangt (keine weitere Genehmigung nötig), ODER sie werden erst nach dem Titel erworben und benötigen jeweils eine zusätzliche Genehmigung (frühestens alle 5 Jahre zu vergeben).

Fähigkeit Erklärung Nutzen
Geisterbindung an einen Gegenstand
Geister im Diesseits sind manchmal an ihren Überresten oder an Gegenständen gebunden (s. Geister). Ist dies der Fall, kann man dem auf den Grund gehen und den Geist damit „erlösen“. Es ist aber auch möglich, einen Geist – egal ob schwach oder stark – zu zwingen, sich an einen beliebigen Gegenstand zu binden. So könnte man ihn z.B. von einem Ort entfernen. Das Ritual dazu beginnt wie mit dem Geistersehen, nur befindet sich in dem Kreis der besagte Gegenstand mit einer Glyphe darauf. Der Geist wird so gezwungen, sich an den Gegenstand zu binden. Vorsicht mit wütenden Geistern! Sie könnten verhindern wollen, dass man den Gegenstand an sich nimmt, oder ihren Träger verletzen. Einmal gebunden, kann sich der Geist nicht wieder lösen, wohl aber noch minimal seine Umgebung beeinflussen (man spricht dann gern von „verfluchten“ Gegenständen, da sie ihrem Träger eher Unglück bringen).
Geister von einem Ort entfernen und damit “sichern”, oder daran hindern, ins Jenseits zu gehen, z.B. weil man sein Wissen nicht verlieren will (moralisch fragwürdig).
Talismanherstellung
Diese Fähigkeit ist nur möglich, wenn man in der Lage ist, einen Geist an einen Gegenstand zu binden (s.o.). Es ist wohl kaum von eigenem Nutzen, einen Gegenstand mit einem wütenden Geist bei sich zu tragen, wohl aber, einen Talisman herzustellen, der die Kraft des Geistes bündelt und zum eigenen Schutz umwandelt. Die Energie, die ein starker Geist wirken kann, kann durch einen Talisman, an den man den Geist bindet, genutzt werden, um seinen Träger zu schützen. Je nach Qualität des Talismans kann er so lange wirken, wie der Geist daran gebunden ist. Achtung; wenn der Talisman nicht mehr wirkt, richtet sich die Kraft des Geistes schnell gegen seinen Träger!
Eigener Schutz (z.B. Energiefeld aufbauen und vor fliegenden Gegenständen schützen) oder aber einen an einem („verfluchten“) Gegenstand gebundenen Geist daran hindern, seinem Träger zu schaden.
Körper formen
Voraussetzung: Regeneration II. Statt einen verstorbenen Körper wiederzuerwecken, kann man auch einen eigenen Körper zusammenfügen. Dies erfordert sehr gute medizinische Kenntnisse, die Herstellung der Biomasse und Zeit, wenn man mehr als nur ein Wirrwarr aus Knochen und Fleisch erwecken will. Kann der Körper „belebt“ werden, gelten die gleichen Regeln, wieder zur Wiedererweckung, doch der Vorteil ist, dass man diesen Körper auf eine Aufgabe spezialisieren kann, die man nicht zusätzlich mit Glyphen auf dem Körper festhalten muss. Das bedeutet also, dass dieser Körper seiner Aufgabe so lange nachkommt, bis er zerstört wird.
Erschaffung eines Körpers mit spezieller Aufgabe/ Zweck (Botengänge) und Anpassung (z.B. widerstandsfähiger, schneller usw.), ohne dabei – im besten Fall – „tot“ auszusehen.
Sehen durch die Augen Wiedererweckter
Man kann einem Wiedererweckten, egal ob Mensch oder Tier, eine zusätzliche Glyphe auftragen, um eine visuelle Verbindung herzustellen. Dies funktioniert nur, wenn der Nekromant die gleiche Glyphe an seinem Körper trägt und sich in einer ruhigen Umgebung aufhält, in der er ungestört die Augen schließen kann. Tut er das nicht, überlappt sich seine eigene Sicht mit der des Wiedererweckten und er hat arge Orientierungsprobleme. Die Verbindung kann erst wieder abgebrochen werden, wenn der Wiedererweckte zurückkehrt und man ihm die Glyphe entfernt oder man den Wiedererweckten tötet/ zerstört. Allein deshalb findet diese Verbindung nur zeitlich begrenzt statt.
Spionage und Erkundungen
Evokation
Einen Geist aus dem Jenseits rufen, der aus der eigenen Blutlinie stammt, und ihn in den eigenen Körper einladen, um seine Erfahrungen, Erinnerungen und sein Wissen kurzzeitig zu übernehmen. Eine sehr gewagte Methode, da der Geist den Körper, sogar das eigene Denken, komplett kontrollieren könnte. Die einzige Absicherung ist die, dass ein gerufener Geist prinzipiell nur wenige Stunden im Diesseits verbleiben kann und danach wieder verschwindet. Das, was der Nekromant zur Zeit der Besessenheit in seinem Kopf an Wissen oder Fertigkeiten hatte, ist danach wieder komplett verschwunden. Die Anwesenheit eines anderen Nekromanten wird unbedingt empfohlen, um zu verhindern, dass der Besessene dem (vlt. destruktiven) Willen nachkommt.
Wissen von seinen Vorfahren erlangen (Wissen muss von einer weiteren Person festgehalten werden).
Alchemistische Pharmazie
Mithilfe von Vampirblut Substanzen verändern, neue Verbindungen erschaffen und sie dann auf einen Organismus anwenden - dies können sowohl Meister der I. als auch der III. Lehre lernen. Die Essenz des ewigen Lebens herstellen (erfordert allerdings neben Glyphen auch noch Runen, d.h. einen Runenmagier) oder Medikamente entwickeln, die den Körper für eine bestimmte Dauer verändern/ modifizieren. Glyphen können vor allem benutzt werden, um Blut außerhalb des Körpers zu beeinflussen und den Organismus in veränderter Form wieder zuzuführen.
Heilung bzw. alle Möglichkeiten, die die moderne Medizin bietet.

→ konkrete Beispiele können gerne bei der Charaktervorstellung besprochen werden!