Alchemisten
Die Alchemisten in Edinburgh leben - so, wie in den anderen Logen Europas ebenfalls - als Geheimgesellschaft. Sie hüten ihre alchemistischen Lehren, bilden aus und forschen unter größter Geheimhaltung. Hauptsitz der Loge mit den Laboren ist das Observatorium auf bzw. im Blackford Hill in South Town nahe der Innenstadt. Nur dort ist es gestattet, alchemistische Forschung zu betreiben und dort liegen auch die Schriften, mit denen Alchemisten arbeiten und sich aus- und weiterbilden.
Forschungsschwerpunkt der Edinburgher Loge ist traditionsgemäß die Runenmagie, in der Lehrlinge ihr Grund- und Aufbaustudium absolvieren können. Die Nekromantie wird eher weniger unterrichtet, doch es gibt auch hier einige Meister, die Lehrlinge in dem Fach ausbilden, aber für ihr Aufbaustudium müssen sie sie allerdings nach Athen schicken. Direktor des Observatoriums und Logenmeister ist Prof. Edward Harvey (echter Name Thomas Brooks).
Alchemisten führen aber kein Leben im Untergrund, sondern haben noch ein Leben als Teil der normalen Gesellschaft. Aufgrund des intensiv gepflegten Netzwerks gibt es aber auch viele Verbindungen nach oben. So gibt es Alchemisten, die im Stadtrat (City of Edinburgh Council), in der Tageszeitung “The Scotsman”, in einigen Architekturbüros, Krankenhäusern und auch in der Polizei vertreten sind.
Sie führen zudem mit einigen Vampiren der Stadt einen sogenannten Bluthandel; Vampirblut für die Forschung gegen alchemistische Erzeugnisse. Der Hand beruht aber auf persönlichen Kontakten und wird nicht geregelt.
Einige forschende Alchemisten bieten ihre Erzeugnisse manchmal auch zum Verkauf an andere Menschen an. Natürlich gehen sie dabei äußerst diskret vor und nutzen ein Netzwerk aus Mundpropaganda an Bekannte von Bekannten und von Bekannten…
Es gibt auch Menschen, die von Alchemisten wissen, ohne selbst Teil der Loge zu sein, z.B. durch Verwandtschaft oder geschäftliche Beziehungen (oder Erpressungen). Sich einen Trank für mehr Konzentration, oder Runen für einen besseren Schlaf oder einen Schutzkreis zur Absicherung des Hauses kaufen zu können, hat schon seine Vorteile - wenn man es sich denn leisten kann und die richtigen Leute kennt.
Naturalisten in Stonehaven
Der Gründer der Naturalisten Emmet Cavendish wurde nach seinem Austritt aus der Londoner Loge mit seinen sechs Schülern in Stonehaven sesshaft. Dort entwickelten sie ihre Naturphilosophie und entdeckten mithilfe der II. Lehre die Elementarmagie.
Die Familie McAllister, Nachfahren einer von Cavendishs Schülern, wohnt noch heute im Anwesen in Stonehaven, wo sich auch die Originalschriften der II. Lehre befinden. Das Anwesen ist nach wie vor der Treffpunkt der Naturalisten. Ausgehend vom Zeitpunkt der Gründung der Naturalisten (1. Generation) lebt mittlerweile die 4. Generation (ca. 25- 40 Jahre alt) mit ggf. Nachkommen (5. Generation) aber nicht mehr nur in Stonehaven. Sie sind auch in anderen Städten und Regionen Schottlands wohnhaft, darunter Edinburgh.
Einige von ihnen unternehmen aktuell den Versuch, näher gelegene Parks der Stadt mittels Elementarmagie von menschlichem Einfluss zu „reinigen“, d.h. die Vegetation zu stärken und das Grundwasser zu klären, um aus dem Gebiet einen Kraftort entstehen zu lassen. Sollten sich dort Elementare wohlfühlen, müsste man nicht mehr weit raus fahren, um sie aufzusuchen.
Doch die Arbeit mit Elementaren so nahe an dicht besiedelten Gebieten ist stets ein Risiko, denn unkontrollierte Magieausbrüche kommen selbst bei gut geschulten Naturalisten vor - und genauso wie unter den Alchemisten, ist Geheimhaltung sowie der Schutz der Elementare das oberste Gebot der Naturalisten.
Die Vampirgesellschaft
Schottlands Vampire lebten seit jeher weit verstreut oder nur in kleinen, traditionellen Familienverbunden. Die Städte waren niemals groß genug, um sich längerfristig in ihnen aufzuhalten, zumindest nicht dann, wenn man versuchte, einen Fuß in der Gesellschaft und deren Geschäften beizubehalten. Schottland ist immerhin nicht für seine Metropolen bekannt, die eine gewisse Anonymität versprechen würden. Einige Vampire wanderten daher auch in die USA aus.
Ihr bedeckter Lebensstil gehört zum guten Ton. Solche, die aus der Reihe tanzen und damit alle anderen gefährden, räumt man daher selbst aus dem Weg oder schmeißt sie kurzerhand aus der Stadt - was nicht heißen soll, dass es niemals Unruhestifter oder (effektiv arbeitende) Serienkiller gab.
Seit in den Staaten die Jagd auf Vampire begann, landen in Großbritannien und anderen europäischen Ländern immer mehr ausgewanderte oder geflüchtete Vampire. Diese wurden anfangs nicht unbedingt willkommen geheißen, denn sie brachten das gut eingespielte Netzwerk durcheinander. Man sprach ein Jagdverbot in der Innenstadt von Edinburgh aus, um zu verhindern, dass die Neuankömmlinge auffällig wurden.
Später rückten die alteingesessenen Vampire enger zusammen und bildeten einen Rat, als bekannt wurde, dass die vampirjagende Sondereinheit aus den USA nun ebenfalls vor Ort angekommen war. An einer gemeinsamen Strategie, um mit der neuen Situation zurechtzukommen bzw. die Gefahr abzuwehren, wird noch gearbeitet.
Die "Vampirjäger"
Mitte 2019 schickte Washington einige erfahrene Mitglieder speziell ausgebildeter Einsatzteams (Eliten) nach London, um die dort untergetauchten „Terroristen“ (non-humans/Vampire) aufzufinden. Gleichzeitig werden ausgewählte Polizisten der Major Incident Unit des britischen Verteidigungsministeriums ausgebildet, um das amerikanische Team zu verstärken. Man legte sich für die ersten Einsätze auf folgende Städte fest: City of London, Leeds, Manchester, Liverpool, Cardiff und Edinburgh.
Seit Anfang Dezember ist eine Handvoll Einsatzkräfte – eine Mischung aus amerikanischen und britischen Agents – in Edinburgh stationiert. Sie werden vom Chief Constable des Verteidigungsministeriums koordiniert, vertreten durch Commander Jillian Dale in Edinburgh.
Auch wenn das Abkommen lautet, dass die amerikanischen EliTe zwar die Expertise hat, man sich aber dem Kommando des britischen Partners beugt, so sind die EliTe-Agents dennoch ihrem Land verpflichtet und berichten direkt an ihre Vorgesetzten in der Heimat. Ziel ist es, NHs zu finden - solange dieses Ziel beide Parteien teilen, ist das Konfliktpotenzial überschaubar, entflammt aber oft in der Methodik. Während die MIU investigativ und mit kriminaltechnischen Verfahren arbeitet, geht die EliTe eher militärisch vor.
Die Elite und alle Polizisten der MIU, die aus anderen Städten Großbritanniens nach Edinburgh entsandt wurden, werden in einem alten Gebäude der Scotland Police in East Town untergebracht.
Eine kleine Übersicht und Kurzfassung zum Verhältnis der spielbaren Gruppierungen untereinander.
- Können Vampire Alchemisten oder Naturalisten werden?
Nein, ihre Natur (eine mutierte Form des Paläogens) verhindert Magieanwendung.
- Können Alchemisten, Paläogenträger oder Naturalisten Vampire werden?
Ja, jeder kann zum Vampir werden. Die Folge: Alchemisten und Naturalisten verlieren ihre Veranlagung, Magie leiten zu können, und können nach der Verwandlung weder alchemistisch arbeiten noch Elementarmagie anwenden.
- Können Alchemisten zu den Naturalisten überwechseln oder umgekehrt?
Ja, theoretisch schon. In der Praxis herrscht zwischen diesen Gruppierungen aber ein Interessenkonflikt und es entwickelt sich eher zum Negativen.
- Gibt es noch andere Möglichkeiten, dass Paläogen zu aktivieren als mit Vampirblut?
Die Elite nutzt eine leistungssteigernde Droge namens Nova. Da sie auf Vampirblut basiert, aktiviert auch sie bei Paläogenträgern das bis dato inaktive Gen. Ansonsten gibt es keine andere Möglichkeit.
- Können Alchemisten die Loge verlassen?
Ja, aber d.h. auch, dass sie keine Forschung mehr betreiben oder Magie anwenden dürfen. Sie werden beschattet, falls man Bedenken diesbezüglich hat.
- Kann mein „total normaler“ Mensch Naturalist werden?
Ja, kann er, doch Grundlage des Wissens über die Elementarmagie ist eine Philosophie, die in Stonehaven geheim gehalten bzw. nur familienintern weitergegeben wird. Über Kontakte ist daher viel möglich. Ausnahme gibt es allerdings: Wenn ein Mensch das Paläogen trägt, nehmen Elementare keinen Kontakt mit diesen Menschen auf und zeigen sich ihnen nur in Anwesenheit eines Naturalisten, den sie kennen.
- Kann mein „total normaler“ Mensch Alchemist werden?
Ja, wenn er ausgewählt wurde, Kontakte oder Familienbeziehungen zur Loge hat.
- Kann mein unwissender Mensch oder Vampir zufällig Elementare sehen?
Theoretisch ja. Elementare sind der Grund, wieso es so viele Mythen gibt (Nessie, Gnome etc.). Es ist dann einfach nur ein Versehen, dass ein unwissender Mensch einen Elementar zu Gesicht bekommt. Elementare spüren aber, wenn ein Mensch fähig ist, Magie zu spüren/ leiten (also alle außer Paläogenträger und Vampire) und sind dann weniger vorsichtig. Manche Elementare suchen sogar die Nähe.
- Wissen die Geheimorganisation (Vampire, Alchemisten, Naturalisten) von der EliTe und der frisch ausgebildeten MIU?
Alchemisten und Vampire vor Ort haben gehört, dass in den USA der Untergrundkrieg zwischen Menschen und Vampiren zugunsten der Menschen ausgefallen ist, zudem konnten dies auch viele geflüchtete Vampire bestätigen. Dass die EliTe auch vor Ort aktiv ist, wissen Vampire und Alchemisten seit Januar 2020. Naturalisten wissen über die Jagd auf Vampire seit März 2020.
- Wissen Menschen (inkl. der Forschung, Elite/MIU) von Magie?
Nein, nicht, wenn sie keinen Alchemisten oder Naturalisten privat kennen bzw. in der Familie haben. Auch die Forschung weiß nichts von Magie, nur vom Paläogen (und da auch nur ausgewählte Kreise). Die Elite hat bisher nur die Vampire entdeckt.
- Spüren Paläogenträger, dass sie "anders" sind?
Wenn das Gen aktiviert wird, spüren sie die Veränderungen sehr wohl, aber da sie so unspezifisch sind, kommen sie nicht unbedingt darauf, dass sie plötzlich eine genetische Veränderung durchgemacht haben. Weiterer Kontakt mit Vampiren kann aber die Vermutung nahelegen, dass das Vampirblut die Ursache ist.
- Wissen die Geheimorganisationen (Vampire, Alchemisten, Naturalisten) vom Paläogen?
Nein. Alchemisten und Naturalisten erklären sich die Unfähigkeit zur Magiewirkung durch - meistens - Magie selbst. Dass die Gründe genetischer Natur sein könnten, hat bisher noch niemand bewiesen oder herausgefunden. Auch Vampire wissen nicht, was es für Folgen haben kann, Menschen ihr Blut zu geben oder gar davon abhängig zu machen.
- Wissen Naturalisten von Vampiren?
Seit Januar 2020 ist ihnen bekannt, dass es Vampire gibt. Einige wussten es vielleicht schon vorher, doch im Januar wurde das Wissen unter allen Naturalisten verbreitet.
- Werden Vampire in Einsätzen auch gefangen genommen?
Noch nicht. Offiziell gilt die Eliminierung als Messlatte des Erfolgs in der Bekämpfung der Vampire. Doch die amerikanische Regierung ist sehr daran interessiert, ihre Forschung fortzusetzen, und da sie im eigenen Land selbst keine Versuchsobjekte mehr finden, wird man demnächst wohl (eventuell auch ohne des Wissens der Briten) dazu übergehen, Gefangene zu machen (abhängig vom Spielverlauf).
Letzte Änderung: 06/2026