Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

News

27
JUN

Willkommen zurück! 14 Tage offline und alles hat sich verändert! Beginnt auf eurer Entdeckungsreise am besten einfach bei den News und probiert dann alles aus!

Last Posts

Newspost stat (reminder)

Lebensstil & Philosophie








Während Alchemisten auf einige Jahrhunderte Entwicklung zurückblicken können, reicht der Ursprung der Naturalisten gerade mal auf die Spaltung von den ehemals Londoner Alchemisten ins Jahr 1919 zurück. Aus diesem Grunde gibt es sie auch nur lokal vertreten in Schottland, auch wenn natürlich mittlerweile Verwandtschaft auch in anderen Teilen der Welt lebt.
Nachdem Cavendish mit seinen sechs Schülern die Loge in Edinburgh verließ und die Schriften zur II. Lehre mit sich nahm, tauchten sie in Stonehaven unter; eine Kleinstadt etwa 100 Meilen nördlich der Hauptstadt Schottlands. Dort unterrichtete Cavendish seine Schüler weiter und brachte ihnen bei, wie sie ihr persönliches Element finden konnten. Im Gegensatz zu den Alchemisten, die ihr Wissen mit viel eingeprägter Theorie erwerben, beschäftigten sich Cavendishs Schüler vornehmlich mit Meditation und Achtsamkeit ihrer Umwelt gegenüber. Das Anwesen in Stonehaven ist nach wie vor in Besitz einer Familie von Naturalisten und Treffpunkt zum gemeinsamen Austausch.
Statt strenger hierarchischer Strukturen bleiben die Schüler in einem losen, freundschaftlichen Verbund, der ihnen alle persönlichen Freiheiten ermöglicht. Das Studium ist weder zeitlich noch durch Erfolge festgelegt. Es gibt keine Garantie, irgendetwas zu erwerben, man kann nur das Glück haben, einen persönlichen Zugang zur Natur – also der Magie in ihr – zu finden. Naturalisten sammeln in ihrer Ausbildung kein Wissen, sondern Erfahrungen und philosophische Ansichten.
Auf der Suche nach Kraftorten – Orte, an denen Magie besonders präsent ist und Elementare zu finden sind – halten sie sich lange im Freien auf. Das stärkt das Gespür für Magie.
Dass sich einige Naturalisten dennoch entschieden haben, wieder in einer Stadt zu leben, hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen: Berufliche Perspektiven (von irgendetwas muss man ja leben), persönliche Präferenzen oder gezielte Nachforschung, was die Alchemisten und Vampire so treiben.



Als sich Ende des 19. Jahrhundert Cavendish mit den II. Lehren beschäftigte, fand er irgendwann heraus, dass es nicht darum ging, etwas zu fordern, sondern etwas zu erbitten. Er war selbst Alchemistenmeister der I. Lehre und nahm sich anfangs der Schriften zur Mantik genauso an, wie der Runenmagie: Er entnahm Information, las sie und wandte sie an. Er ging stets davon aus, dass die Magie in den Runen selbst läge oder sie zumindest in der Lage wären, etwas zu erwecken. Aber wie sollte man ohne Hilfsmittel wie Schriften oder Worten mit einem Element in Verbindung treten und aus ihm oder mit ihm in die Zukunft sehen können? Seine Frustration stieg, blockierte ihn geradezu und er nahm sich eine Auszeit: Urlaub in Wales, irgendwo fernab der Loge, um den Kopf wieder freizubekommen. Und da saß er abends an einem Lagerfeuer, schaute in die Flammen und dann… formten sie sich zu einer Gestalt. Diese Gestalt ahmte anscheinend seine eigene nach, denn sie wirkte menschlich. Und dann zeigte sie andere Dinge; Vögel, einen Fluss, Menschen und Feuer, das vom Himmel fiel.
Von da an trat er anders an das Element heran: Er bat um Informationen. Es sollte sich auch niemals in einem anderen Element etwas Sichtbares ergeben, als im Feuer. Cavendish schloss daraus, dass die Elemente selbst entscheiden, wem sie sich mitteilten. Vielleicht war man auch mit einem Element geboren oder stand unter seinem Zeichen? Diese Vermutung sollte sich später als richtig erweisen.

Naturalisten folgen keinen Regeln, sondern Hinweise, Lehren und der Philosophie, dass alles miteinander verbunden ist. Im Prinzip basiert dieses Denken auf der Idee der frühesten Alchemisten, die der Hermetik und der Naturphilosophie der Antike folgten. Doch nun gab es eine neue Offenbarung für die Naturalisten: Natur ist Magie und Magie ist Natur. Es geht nicht nur um die Beschreibung von Phänomenen, wie Licht, Wärme oder Elektrizität. Es geht darum zu verstehen, dass alles durch Magie verbunden und von ihr beeinflusst wird. Auch der Mensch. Wer auch immer die Schriften der alchemistischen Lehren schrieb, wusste um diese Gesetzmäßigkeit und konnte eine Anleitung dazu schreiben, um sie für Menschen greif- und anwendbar zu machen.
Doch die II. Lehren verlangen von ihren Anwendern, in sich zu gehen, quasi zu ihrer Essenz, die vermutlich ebenfalls magisch ist. Sie müssen herausfinden, zu welchem Element sie eine Verbindung aufnehmen können und dieses dann darum bitten, für sie in Erscheinung zu treten. Es erfordert Demut und eine gewisse Aufgabe seines Egos, indem man akzeptiert, dass man nicht über allem steht, sondern mit allem gleich und eins ist.

Cavendish hatte seine sechs Schüler, mit denen er die Loge verließ, all dies beigebracht, sodass diese es später wiederum ihren Kindern so vermittelten; eine Philosophie, wie man die Welt sehen und sich in ihr bewegen kann. Die Vermittlung dieser Weltanschauung ist somit etwas, womit man aufwächst und nichts, das man in einem festgelegten Studium erlernt. Dies ist einer der Gründe, warum das Wissen um die Entdeckungen (bisher) nicht nach außen und an fremde Ohren gedrungen ist. Je früher man die naturphilosophische Weltsicht verinnerlicht und je mehr man sich in freier Natur aufhält, desto leichter fällt es dem Anwender, sein Element zu finden – und die Elementare.
Doch leider scheint nicht jedem Menschen dieser Zugang zu seinem Element gegeben zu sein, denn einige Nachkommen von Cavendishs Schülern haben es niemals geschafft, Kontakt mit einem Element aufzunehmen. Woran das lag, weiß man nicht. Sie sind zwar über alles im Bilde und verfolgen auch die Philosophie der Lehren, können aber nichts Magisches bewirken, spüren oder finden.
Gleichsam vermittelte Cavendish aber auch seine Abneigung gegenüber den – in seinen Augen – gewissenlosen und erfolgsorientierten Alchemisten, die sich viel zu sehr selbst beweihräuchern und keine Grenzen kennen. Seine Einstellung, gemeinsam mit den warnenden Worten, dass Alchemisten die Welt negativ verändern werden, ist einem jedem Naturalisten in die Wiege gelegt worden. Zudem sei es enorm wichtig, die II. Lehre zu schützen, selbst wenn sich ihr Inhalt heute immer noch nicht entschlossen hat. Denn in die Zukunft sehen kann bisher niemand.



Das McAllister Anwesen am Rande von Stonehaven ist nach wie vor ein zentraler Knotenpunkt für die Naturalisten. Mehrfach im Jahr kommen Naturalisten (meistens nicht alle auf einmal) zusammen und teilen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse miteinander
Diese Treffen verfolgen keine Ziele oder direkten Pläne. Es geht darum, den Verbund miteinander und die Verbindung zur Natur aufrechtzuerhalten.

Es handelt sich auch um den Ort, wo Naturalisten ankommen können, wenn ihr Leben etwas aus den Fugen gerät. Das Anwesen ist umgeben von gesunder Natur, in der auch einige Elementare leben. Die derzeitige Hüterin hat immer ein offenes Ohr für Probleme und Schwierigkeiten, in denen andere Mitglieder der Gemeinschaft stecken.

Hin und wieder werden diese Treffen genutzt, um sich für ein Naturschutzprojekt aufzustellen und zu überlegen, wie man etwas verbessern kann, oder wo man gemeinsam einen Kraftort erschaffen wollen würde. Oder andere gemeinschaftliche Projekte zwischen mehreren Naturalisten.
Das Anwesen ist der Ort, an dem sich die Schriften befinden - auch wenn dies nicht allen Naturalisten bewusst ist - und einige Stücke aus der Zeit von Cavendish. Auf Anfrage können sich andere Naturalisten die Gegenstände ansehen und versuchen zu verstehen, doch bisher hat es niemanden gegeben, der mehr aus ihnen lernen konnte, als Cavendish ihnen bereits gelehrt hat