Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

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27
JUN

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Biologie von Vampiren








Vampire unterscheiden sich optisch nicht großartig von Menschen. Es gibt aber ein Merkmal, das zumindest älteren Vampiren (200+ Jahre) eigen ist: Je älter ein Vampir ist, desto intransparenter und widerstandsfähiger wird seine Haut. Das führt dazu, dass sie farblich ebenmäßiger und altersloser wirkt. Ein Rückgang der Pigmentierung ist aufgrund der mangelnden Sonneneinstrahlung ebenfalls zu beobachten. Die Veränderungen der Hautstruktur sind ein Schutzmechanismus der UV-feindlichen Zellen und finden am ganzen Körper statt, ausgenommen an den Augen. Aufgrund dieser Veränderung wirken ältere Vampire immer ein wenig alterslos, verjüngen sich aber streng genommen nicht, denn alle körperlichen Merkmale, wie Narben, Falten usw. werde ins Vampirleben übernommen und bleiben dort verewigt (es sei denn, man schneidet sie heraus, s. Wundheilung).

Die Nahrungsaufnahme findet über einen Biss statt, wofür die verlängerten und spitz zulaufenden Eckzähne notwendig sind. Sie treten erst in Erscheinung, wenn Blutgier oder Durst überhandnehmen. Die am besten zu erreichende Stelle für den Biss ist der Hals des Opfers; die Eckzähne haben genau die richtige Länge, um die Schlagader zu erreichen, die beim Biss verletzt wird. So fließt in kurzer Zeit sehr viel Blut, das der Vampir trinkt. Die Schmerzen werden nur im Moment des Eindringens der Zähne verursacht, kurz danach stellt sich eine Art Taubheitsgefühl ein, wenn der Biss richtig sitzt.
Sobald die Zähne entfernt werden, muss der Vampir die Zunge auf die Bissstellen legen, da sich die Wunde sonst nicht schließt und der Mensch verbluten kann. Der Vampirspeichel hat stark heilende Wirkung und kann die Wunde spurlos verschwinden lassen, selbst wenn man noch Tage später Druckschmerz empfinden kann.

Wirkung von Blut


Vampire vertragen keine feste Nahrung, sondern ernähren sich von Menschenblut. Tierblut ist nur eine Notfalloption, denn es nährt kaum, wohingegen das Blut eines anderen Vampirs sehr nahrhaft ist. Sich von den eigenen Artgenossen zu ernähren, gehört allerdings nicht zum guten Ton und wird deshalb z. T. scharf kritisiert oder in manchen Verbänden/ Familien bestraft. Menschen gehören daher zur Hauptnahrungsquelle.
Ein frisch genährter Vampirkörper kann (aber muss nicht) einige Milliliter Wasser oder andere Getränke konsumieren, ohne sie danach wieder erbrechen zu müssen. Das kann als Tarnung mal wichtig werden. Ansonsten wird feste Nahrung nur kurz nach Konsum wieder erbrochen.

Der Geruchssinn sowie die Geschmacksnerven sind nur auf Blut spezialisiert, nicht auf andere Dinge (d.h. der Geruchssinn ist für andere Aromen nicht besser als bei Menschen und der Geschmack von normaler Nahrung wird fade). Vampire können eine offene Wunde im Umkreis von 500 Metern „wittern“. Es sei denn, sie vergessen zu atmen.
Das Schmecken von Blut vermittelt ihnen eine Reihe von Informationen: ungefähres Alter, Geschlecht, Blutgruppe, Verwandtschaft (auch unter Vampiren, z.B. Erschaffer und Abkömmling), Krankheit, Medikamenten- oder Drogeneinfluss. Auch hier muss ein Vampir erst gewisse Erfahrungen mit verschiedenen Blutsorten gemacht haben, um die Unterschiede schmecken zu können. Blut mit Drogen-, Alkohol- oder Medikamentenrückständen kann kurzzeitig im Körper des Vampirs Nebeneffekte mit sich bringen; von leichter Benommenheit bis hin zu einem Rausch. Krankheiten im Blut, die v.a. das Immunsystem betreffen, sind ebenfalls am eigenen Körper spürbar, z.B. durch Konzentrationsschwäche und Schwindel. All diese Einflüsse wirken nur so lange, bis das fremde Blut in den vampireigenen Blutzyklus eingespeist und dahingehend angepasst wird. Selten dauert es länger als 30 Minuten.

Blutmangel und Durst


Ein Vampirkörper ist nicht tot. Er funktioniert nur anders. Die Organe sind alle an einen intakten Blutkreislauf angeschlossen, der seiner Arbeit je nach Blutzufuhr unterschiedlich gut nachgeht. Er kann selbst kein Hämoglobin herstellen und benötigt daher immer Nachschub, so, wie andere Lebewesen Luft und feste Nahrung benötigen. Fällt die Zufuhr weg, fährt der Körper nach 7 bis 10 Tagen so weit herunter, bis er sich in einer Art Ruhezustand (optisch einer Totenstarre ähnlich) befindet. Man muss ihm Blut zuführen, damit er aus diesem Zustand wieder zurückkommt. Allein ist es dem Vampir unmöglich, sich aus dieser Lage zu befreien.
Inwieweit er so etwas von seiner Umwelt mitbekommt, ist sehr unterschiedlich und hängt ein wenig davon ab, wie sehr er an etwas oder jemanden aus der ihm bekannten Welt hängt. Beispiel: Spricht jemand Bekanntes mit dem Vampir, wird er sich vielleicht an die Stimme erinnern, auch an manche Berührungen (wie z. B. Komapatienten es tun).
Bis es aber soweit ist, wird der Blutdurst so unerträglich und fordernd, dass er den Körper zwingt, seine letzten Reserven für den Erhalt frischen Blutes zu mobilisieren. In diesem Zustand ist der Vampir gereizt, seine Kräfte schwinden und letztendlich ist er nicht mehr zu logischem Denken fähig und greift alles an, was seinem Leiden Abhilfe verschaffen könnte. Rote Augen und verlängerte Eckzähne sind eindeutige Hinweise auf Blutdurst oder einfach nur Gier. Der Durst ist der spürbare Indikator, wie gut es um den Bluthaushalt im Vampirkörper bestellt ist, aber er kann auch ausgereizt oder gesenkt werden, je nach Lebensstil. Kurzum: Wer öfter Blut trinkt, wird eher durstig (was sogar zu einem Blutrausch führen kann) als jemand, der sich zurückhält. Ausnahmen sind Blutverlust und Stresssituationen (s. Schwächen).
Mit frischem Blut im Körper arbeitet dieser seinen Ansprüchen entsprechend „normal“ und die Körpertemperatur sowie Puls befinden sich für einige Stunden auf einem menschlichen Niveau, passen sich danach aber wieder der Umgebungstemperatur an. Vampire können frisch genährt auch sexuell aktiv sein, aber für die Zeugung von Nachkommen ist ihr Körper nicht ausgelegt.



Das Blut ist der Schlüssel zur Stärke der Vampire, aber auch für ihre Reproduktion. Vampire können keine Kinder gebären oder zeugen (weder untereinander, noch mit Menschen), aber sie können einen Menschen zu ihresgleichen machen. Der weit verbreitete Glaube, Vampire seien (un-)tot oder müssten erst sterben, um als Vampir erneut zum Leben erweckt zu werden, ist falsch. Vampire sind zu keinem Moment klinisch tot, auch nicht während der Verwandlung. Das Wissen, wie man eine Verwandlung ohne negative Folgen (s. Ghule) durchführt, wird meistens vom Erschaffer weitergegeben. Das bedeutet, dass isoliert lebende oder junge Vampire dieses Wissen meistens noch nicht haben.
Zur Durchführung: Ein Mensch muss zunächst eine große Menge Blut verlieren, groß genug, um sich nicht aus eigenen Kräften erholen zu können (mehr als 1,5L). In diesem kritischen Zustand kann ein Vampir sein eigenes Blut zuführen, doch wichtig ist, dass er das Blut des Menschen vorher getrunken hat. Tatsächlich müssen zwischen dem Trinken und der Rückgabe des eigenen Blutes einige Minuten vergehen, da in dieser Zeit das menschliche Blut Teil des Vampirkreislaufs wird – erst dann kann der menschliche Körper es selbst wieder aufnehmen. Gibt der Vampir sein Blut ohne vorher das der betroffenen Person getrunken zu haben, reagiert es nicht im Menschen und er stirbt sehr wahrscheinlich. Man sieht, dass Timing hier alles ist. Eine Verwandlung geht also auch schief.

Eine erfolgreiche Verwandlung erkennt man auch nicht sofort, da der Mensch trotz der Zufuhr des Vampirblutes in den Zustand fällt, der ähnlich ist mit der „Totenstarre“, die eintritt, wenn ein Vampir nicht ausreichend viel Blut in sich trägt. Dieser Zustand hält unterschiedlich lange an, ähnlich wie die Genesung einer Krankheit, die je nach Gesundheitszustand des Menschen schneller oder langsamer verläuft. Nach maximal 12 Stunden sollte der Mensch allerdings erste Lebenszeichen zeigen, und die äußern sich in einer wahnhaften Suche nach Blut, an die sich der Jungvampir später nicht mehr erinnert. Hat er frisches Blut zu sich genommen, folgen nochmal einige Stunden der Ruhe, in der die letzten biologischen Veränderungen vonstattengehen.

Man kann pauschal nicht behaupten, dass ein Vampir anders denkt, als er es vor seiner Verwandlung getan hat, oder plötzlich seine kompletten Werte und Einstellungen verliert. Die Idee, dass sie ihre Seele verloren hätten, ist falsch (bzw. nicht nachweisbar). Wie gut ein Jungvampir mit seinem neuen Leben zurechtkommt, ist eine Sache der persönlichen Einstellung. Ein Verlust von Gefühlen und Moral oder ein Hang zur Kaltherzigkeit, wie man ihnen gerne nachsagt, sind definitiv nicht vorgeschrieben und eher Ergebnis von charakterlichen Voraussetzungen und entsprechendem Einfluss, z.B. durch den Erschaffer. Der (charakterlich/ psychische) Werdegang eines Vampirs ist absolut individuell.

Ghule


Bekommt der frisch Verwandelte nach seinem Erwachen nicht binnen weniger Stunden sein erstes Blut zu trinken, endet es in einem unabgeschlossenen Verwandlungsprozess, der nicht rückgängig gemacht werden kann. Diese armen Kreaturen, die sich ständig im Blutrausch befinden, und auch später bei frischer Blutzufuhr nicht zum Vampir werden, nennt man Ghule (weibl. Ghula).
Ihre Körper sind nicht in der Lage, Menschenblut in den eigenen Organismus einzuspeisen, aber sie befinden sich trotzdem in einem Zustand des ständigen Durstes/ Hungers. Ein Denken ist dabei so gut wie unmöglich, sie können nicht einmal genau ausmachen, ob sie Blut oder Fleisch wollen, daher fallen sie alles an, das lebendig wirkt. Zwar ist die Metamorphose zum Vampir nicht abgeschlossen, dennoch besitzen sie vampirische Reflexe, wittern Blut, haben ein sehr geringes Schmerzempfinden und einen guten Geruchssinn für offene Wunden.
Sonnenlicht tötet sie zwar nicht, aber blendet sie. Der endgültige Tod für sie ist jede schwere Verletzung, die auch einen Menschen hinraffen würde, da sie keine verbesserte Wundheilung besitzen. Sie sind als hirnlose Allesfresser verschrien und man darf sich zu Recht fragen, ob der Tod nicht eine Erlösung für sie ist.

Ob der Erschaffer nun den bis zu 12 Stunden schutzlosen Körper bewacht oder nach Erwachen direkt zur Stelle ist, um Blut bereitzustellen; man kann sagen, dass sein Einsatz so wichtig ist, dass sein Fehlen während des Verwandlungsprozesses fast immer die Erschaffung eines Ghules statt eines neuen Vampires zur Folge hat.
Ein Blutband kommt nicht zustande, sodass der Erschaffer seinen Ghul-Abkömmling nicht spüren kann. Der Ghul hingegen kann seinen Erschaffer wittern und ist gar nicht gut auf ihn zu sprechen: Wenn er ohnehin alles angreift, das essbar aussieht, dann gerät er beim Anblick seines Erschaffers geradezu in Raserei.



Die Vampirbiologie ist trotz oder gerade wegen ihrer Abhängigkeit von Blut auch anfällig für Schwächen. Nur, weil die biologische Alterung nicht mehr stattfindet, sind Vampire nicht unfehlbar.

Sonne


Die Sonne ist ihr größter Feind. Gerade junge Vampire (unter 120) reagieren besonders empfindlich auf das geringste UV, also auch Tageslicht unter einer Wolkendecke. Die Haut platzt bei direktem UV-Lichtkontakt auf, schlägt Blasen und verbrennt binnen Sekunden. Dieser Prozess greift auch auf den Rest des Körpers über, sodass in weniger als einer Minute nur noch Kleiderfetzen und Knochenstaub übrig bleiben. Erst im fortschreitenden Alter wird die Haut etwas dicker und kann leichten Schutz bieten, d.h. sich in einem Raum mit offenem Fenster zu befinden, durch das nicht direkt die Sonne scheint, oder tagsüber auf die Straße zu gehen, wenn eine dicke, dunkle Wolkendecke die Sonne bedeckt, wäre möglich.
Doch das Licht reizt die Augen: Sie sind im Alter die sensibelsten Organe, da sie sich der ständigen Dunkelheit angepasst haben und entsprechend lichtempfindlich sind. Sie entwickeln keinen natürlichen UV-Schutz wie die Haut.

Abhängigkeit


Die Abhängigkeit von Blut, einhergehend mit dem starken Durst, ist ebenfalls eine Schwäche, da sie einen Vampir zwingt, mindestens jede zweite Nacht jagen zu gehen oder anderweitig Blut zu beschaffen. Je nach Konsumverhalten und Aktivitäten auch öfter, wobei ein erhöhtes Konsumverhalten zu einem erhöhten (psychischen) Bedarf an Blut führt, was in einem chronischen Blutrausch enden könnte. Je öfter ein Vampir also trinkt, desto mehr läuft er Gefahr, diesem Rausch zu verfallen. Ein harter Entzug bis zum absoluten Ruhezustand muss erst eintreten, um danach wieder ohne Rausch leben zu können.
Außerdem geht das Durstgefühl mit einem Mangel an Konzentration für andere Dinge einher, da es so dominant und einnehmend ist.
Blutmangel führt automatisch zu schwächer ausgeprägten Fähigkeiten, z.B. langsamere Wundheilung, verminderte Reaktionsfähigkeit usw.

Wunden


Die Heilkraft der Vampire ist hoch, aber es gibt zwei Dinge, die nicht nachwachsen können: der Kopf und die Organe. Wie gut eine Verwundung von Organen vertragen wird, ist abhängig von ihrer Funktion, da ein Vampir nicht unbedingt alle Organe benötigt, um zu leben. Alles, das am Blutkreislauf beteiligt ist (Herz, Lunge, Gehirn, Nieren, Leber) verträgt Wunden weniger gut, da eine Beschädigung automatisch auch die Heilung beeinträchtigt (die ja wiederum an Blut gebunden ist). Sollten speziell diese Organe komplett “verloren gehen”, stirbt der Vampir, da die Organe sich nur regenerieren, aber nicht nachwachsen können.
Eine Enthauptung führt auch zum sofortigen Tod, wohingegen ein Genickbruch nicht tödlich ist, sondern nur so lange lähmt, wie der Körper benötigt, um das beschädigte Nervensystem wieder zu heilen.
Ein toter Vampirkörper, egal durch was er gestorben ist, zerfällt zu Staub, wodurch es keine Vampirleichen gibt. Das bedeutet auch, dass man verlorene Körperteile nicht wieder annähen kann, da diese - getrennt vom Körper - auch zerfallen.

Vergiftungen


Eine Schwäche, die zu früheren Zeiten eher vernachlässigbar war, kann heute sehr gezielt gegen sie verwendet werden: Die Reaktion auf chemische Stoffe. So, wie Vampire beim Genuss von mit Drogen angereichertem Blut die Wirkung davon spüren, kann man ihnen diese Substanzen auch direkt injizieren und sie würden bis zu einer halben Stunde die Wirkung spüren.
Beispiele wären Betäubungsmittel, gerinnungsfördernde Mittel oder Halluzinogene. Sie wirken alle sehr viel schwächer als bei einem Menschen, aber doch bei höherer Dosis stark genug, um den Vampir in seiner Handlung einzuschränken.