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Alle Inplayzitate
"Nicht eifersüchtig sein, super Daddy."
Der intensive Blick, mit dem Damyan ihn musterte, hatte etwas Prüfendes. Herausforderndes. Vielleicht war das bei Morozovs auch einfach ihre Art, Hallo zu sagen. Nikolaos beschloss, diese kulturelle Eigenheit nicht weiter zu hinterfragen.
Dass Damyan ihre Familien auf eine Stufe stellte, grenzte beinahe an eine Beleidigung. Nikolaos ließ sich selbstverständlich nichts anmerken. Es wäre unerquicklich gewesen erklären zu müssen, dass die Familie Tsolakis seit Jahrhunderten bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht hatte – und keine Namen, die regelmäßig in Ermittlungsakten, Boulevardzeitungen oder den morbiden Erzählungen gelangweilter Vampire auftauchten.
Dem jungen Vampir klappte der Kiefer auf. Haaa!? Perplex starrte er zu ihm. „Ch-Chaton!?“ Doch nicht jetzt so ein Witz!? Himmel!
Der Gedanke an die ‚Wahnsinnigen auf dem Vulkan‘ gefällt mir. Es passt zur Sturheit dieser Stadt. Hier ist es ungemütlich, gefährlich und steinig – also bauen wir genau hier unser Zuhause.
„Auf die Sterne, die wir uns suchen“, stimmte sie fest in den Toast ein. „Und auf den Mut, den Kopf überhaupt erst zu heben.“
"Ein gutes Tiramisu enttäuscht einen selten um drei Uhr morgens.“
Menschen hassten offene Enden. Sie wollten Zusammenhänge. Erklärungen. Gewissheiten. Bekamen sie keine, begann ihre Fantasie, die Lücken zu füllen. Und Fantasie war selten gnädig.
Angst dagegen war geduldiger. Sie kroch in jede noch so kleine Lücke, fraß sich langsam durch Vernunft und Stolz und ließ den Verstand den Rest der Arbeit erledigen.
Das Gesundheitsamt war der natürliche Feind eines jeden Nekromanten. Als Betreiber eines Bestattungsinstituts unterlag er einer ganzen Armada aus Vorschriften, Kontrollen und Formularen – und die schottischen Aufsichtsbehörden besaßen die unerquicklichste Eigenschaft überhaupt: Sie ließen sich nicht annähernd so elegant bestechen wie ihre Kollegen in Athen. Eine kulturelle Schwäche, wenn man ihn fragte.
– und sie kam sich in den eigenen vier Wänden nicht mehr permanent vor wie ein saftiges, wandelndes Steak. Auch wenn es, rein fürs weibliche Ego, überraschenderweise ganz nett gewesen war, gelegentlich diese absolut begehrlichen, vollkommen nicht-sexuellen Blicke auf sich zu ziehen.
“Hast du Charlene auch Wasser gebracht, bevor du sie gekillt hast?!“
“Du hast mich am Leben gelassen. Was willst du?“ Das klang vermutlich feindseliger, als ihr zustand, also korrigierte sie ihren Ton. “Ich kann dir helfen.“ Vermutlich überschätzte sie sich vollkommen. Aber eine Voss würde nicht einfach so schweigend zugrunde gehen.
Minuten wurden zu Stunden, Stunden zu einer zähen Masse aus Durst, Müdigkeit und der bohrenden Frage, ob da draußen überhaupt noch eine Welt existierte.
Zeit war ein erstaunlich wirksames Werkzeug. Menschen glaubten immer, Folter beginne mit Schmerz. Dabei begann sie meist viel früher – in der Stille.
Keine Kuchenwettbewerbe mehr. Keine Schulaufführungen und Bahnhofsschlägereien. Wenn ihre Chefs erkannten, welches Potential und welches Gespür sie eigentlich hatte, würden sie ihr endlich größere Stories zutrauen.
Wurde er langsam paranoid? Möglich. Andererseits hatte ihn Paranoia bisher erstaunlich zuverlässig am Leben gehalten. „Jagt er Vampire zufälligerweise beruflich?“, hakte Dmitry mit einem verschmitzten Grinsen nach. Nicht ganz ernst gemeint. Aber eben auch nicht ganz unernst.
„Du bist also eine geborene Katroffel-Heldin?“ schlussfolgerte Jason aus ihren Worten. Er schaffte es sogar bei fast ernst zu wirken. „Gut zu wissen. Sollte ich also mal gerettet werden müssen vor minderwertigen Gemüse, weiß ich wen ich rufen muss.“
Ein winziger Augenblick Pause, in dem sie amüsiert sein Gesicht beobachtete. „Keine Sorge“, fügte sie todernst hinzu. „Wir überleben das.“ Sie hob die Arme über den Kopf, atmete tief ein. „Erste Übung: Sonnengruß, aber langsam. Ganz bewusst.“ (...) Ja, okay, vielleicht hatte sie ein klitzeklein bisschen zu viel Spaß daran ihn leiden zu sehen. Aber wer brav mitmachte, bekam am Ende auch eine Belohnung.
Unter Strom zu stehen war vermutlich einfach seine natürliche Betriebstemperatur geworden. Eine Weile machte er tatsächlich mit. Ehrlich bemüht sogar. Zumindest so ehrlich bemüht, wie jemand sein konnte, dessen Aufmerksamkeit ungefähr alle drei Sekunden wieder zu ihren Lippen, ihren Händen oder der sanften Linie ihres Rückens wanderte.
Dima war auf so vielen Ebenen besessen von Tilly, dass er längst aufgehört hatte zu verstehen, wo seine Gefühle für sie begannen und wo sie endeten. Sie war überall unter seiner Haut, in jedem verdammten Gedanken, in jeder Regung seines Körpers, in diesem schmerzhaft schönen Ziehen irgendwo tief in seiner Brust.
Es war immer er gewesen. Seine Art, sie anzusehen. Seine kleinen Berührungen. Die Selbstverständlichkeit, mit der er sie längst zu seinem Zuhause gemacht hatte. Wenn es Dima war, brauchte es nicht viel, um sie in den Bann zu ziehen.
Was das genau bedeutete, durfte sich der neugierige Bengel schön selbst zusammenreimen. Ally dachte gar nicht daran, weiter aus dem Nähkästchen zu plaudern. Sie brauchte ganz sicher keinen Nachhilfeunterricht von Edie, um ihr Duolingo-Level in oraler Akrobatik zu erhöhen.
Vielleicht musste sie sich jetzt einen geheimen Lagerraum mieten, um ihrer verbotenen Flanelllust zu frönen. Pssst.
Beziehungen hielten länger, wenn man sein Gegenüber erst am nächsten Morgen als Oger identifizieren konnte.
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