Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

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27
JUN

Willkommen zurück! 14 Tage offline und alles hat sich verändert! Beginnt auf eurer Entdeckungsreise am besten einfach bei den News und probiert dann alles aus!

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Dmitry war der Erste, der sich umdrehte. Jemand näherte sich. Genauer gesagt zwei Personen. Eine davon war Damyan Morozov, oder Morozov Junior, wie ihn Joaquin für sich getauft hatte.
Niemand sollte bei klirrendem Glas Angst haben müssen, dass sie daneben lag und verblutete. Wobei sie in diesem Haushalt vermutlich niemals verbluten würde. Sie lebte schließlich in einer Art Haifischbecken.
Nachdem er das gestrige Drama um Samantha und Damyan mit ein paar Ohrfeigen geregelt hatte, war er zuversichtlich, dass er auch Tristains kleines Problem in den Griff bekommen würde. Er feilte schon seit ein paar Wochen an diesem sagenumwobenen Feingefühl.
Der Abwechslung zu Liebe handelte es sich diesmal um eine Truhe. Dmitry reichte ihm eine Axt, um auf fachmännische Art und Weise den komplizierten Schließmechanismus zu umgehen.
Tilly wusste, dass die alte Hündin kein Fan von Vampiren war, was vermutlich vor allem an Dima und seinen cholerischen Ausbrüchen lag. „Alles gut Maus, Tris ist sehr nett. Wir mögen Tris. Geh, leg dich wieder hin.“, flüsterte sie dem Hund entgegen.
"Und Gott?" Seine Stimme blieb gelassen, mit einer feinen Kante Ironie. "Möglich, dass er es so gewollt hat. Dass er dachte, Licht und Dunkel müssten getrennt bleiben, dass sich die Fäden seiner Schöpfung nicht vermischen dürften.“ Ein kaum merklicher Ruck mit der Schulter. "Aber wenn dem so ist, hat er den Menschen einen fatalen Fehler eingebaut – die Neigung, ausgerechnet nach dem zu greifen, was verboten ist. Wir sind nicht gut darin, Grenzen zu akzeptieren, selbst dann nicht, wenn sie göttli
Die meisten Gespräche verliefen vorhersehbar, oberflächlich, als würde man Variationen derselben alten Melodie spielen. Aber hier? Hier klang etwas anderes mit. Eine angenehme Schärfe – und dieser unaufdringliche Hauch von Herausforderung, der ein Gespräch lebendig hielt.
Normalerweise rückte Tristains Geburtstag näher, wenn er sich benahm, als hätte er plötzlich mit den Nebeneffekten einer absterbenden Gebärmutterschleimhaut zu kämpfen. Dmitry mochte zwar das Feingefühl einer Tischkante besitzen, aber er war clever genug, um eins und eins zusammenzuzählen.
„Magst Du Dich mit mir auf eine Bank setzen? Ich find’ ein bisschen psycho, wie wir hier auf dem offenen Grasfeld stehen und uns anstarren.“
Anstrengend.
Die Verantwortung für ein geliehenes Kind zu haben, war Mörder anstrengend. Jason rieb sich über das Gesicht und fragte sich, ob sein Puls beim Vampirjagen auch so hochging.
„Nein, entführt wurde ich nicht.“ Sie wurde nur irgendwie daran gehindert zu gehen! Zählte das als Entführung? Oder war das mehr eine Geiselnahme? Machte das überhaupt einen Unterschied?
„Da will man einmal nett sein und bekommt gleich irgendeine Absicht unterstellt, typisch.“, meinte sie seufzend, als wäre sie sich keiner Schuld bewusst. Apropos Absichten! Dori entledigte sich des übergroßen, kuscheligen Mantels und warf ihn einfach achtlos über den nächstbesten Stuhl, ehe sie sich zu den beiden Männern wandte. „Ich bin nur hier, um zu helfen, ganz selbstlos.“, meinte sie mit einem Anflug eines Grinsens auf den Lippen(...)
„Ruhig Großer, wenn du mir davon läufst, bekomme ich noch Ärger.“, scherzte sie, meinte es aber eigentlich ziemlich ernst.
Phil ließ nicht locker – eine Hartnäckigkeit, die wohl nötig war, um eine treffende Diagnose zu stellen. Oder wie nannte man das in diesem Fall? Einen Spuk-Symptom-Check-up? Rafael seufzte leise.
Die Frage kam von dem jungen, noch-ambitionierten Lehrling, die einen entscheidenden Vorteil besaß, der ihr in Zukunft sicher noch viel helfen würde: Sie sah nicht, wenn jemand mit den Augen rollte, wenn sie eine Frage stellte. Nicht, dass Tristan das gerade tat (sein Dozenten-Modus war gerade offline), aber er hätte es wohl getan, wenn das Setting gerade ein anderes wäre – und dann hätte er sich geärgert, dass ein Augenrollen bei einer Blinden null Wirkung erzielte.
„Ich hab’ mir schon viel überlegt. Aber ich glaube, die Patienten würden mir durch die Reihe hinweg nur Ein-Sterne-Bewertungen geben, wenn sie merken, dass ich exponentiell mehr rede als sie.“
„Dmitry warte. Bitte! Es tut mir Leid… entschuldige!“ Er wusste zwar nicht, wofür er sich hektisch atmend entschuldigte, aber irgendetwas musste er falsch gemacht haben. Dieser Blick in den Augen des älteren Vampirs verschreckte ihn.
„Barock und Rokoko sind tolle Epochen. Nicht nur in der Kunst, auch in der Architektur oder in der Mode. Ich hab’ mal eine Biografie von Marie Antoinette gelesen.“ Gut, spätestens jetzt wäre Dmitry wahrscheinlich bekannt geworden, dass Joaquin vom anderen Ufer stammen musste.
Introspektive Strömungen könnten für ihn genauso gut die Funktionsweise einer Mikrowelle beschreiben.
Ja, er mochte Pflanzen – schöne Pflanzen, Bonsaibäume, Orchideen –, aber irgendetwas sagte ihm, dass Tris nicht über Gartengestaltung reden wollte.
Eben noch hätte er Bambi gerne als schicken Wandteppich verwertet, doch dessen Geschwätz hatte seine Laune immerhin auf ein nicht unmittelbar tödliches Level reguliert.
Die Erklärung machte etwas mit Joaquin – sie öffnete ihm ein wenig die Augen und er konnte mehr in Tristain sehen, als nur einen Rüpel. Einen gefühlvollen Rüpel, was durchaus einen Schritt nach vorne bedeutete. Damit fühlte er sich bestätigt, dass mehr unter Tristains Haut als bissiger Sarkasmus schlummerte.
Als er sich im Fahrzeug umblickte, stach ihm der kleine Mitfahrer in Form einer Plüsch-Fledermaus ins Auge. „Que fofo!“ meinte Joaquin wie ein begeistertes Kleinkind. „Holy hell, ist das süß,“ sagte er, bevor er die Augen schmälerte und zu Tris blickte, als hätte er ihn auf frischer Tat ertappt. Ein süffisantes Grinsen zierte seinen Mund. „Sie hat doch bestimmt einen Namen, oder?“
„Ist das der Moment, in dem Du mir ein Chloroform-getränktes Tuch auf die Nase drückst und ‚Shhh‘ in mein Ohr flüsterst?“ Was sollte Joaquin sagen? Er taute langsam auf.
Joaquin, der sich immer noch in Gordons Nähe befand, legte ihm wohlwollend eine Hand auf die Schulter. „Einmaleins der Vampire; zeig’ deinen Vettern keine Schwachstellen auf.“