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Schlafende Rehe lügen nicht? Das war doch sicherlich ein so ähnliches Sprichwort wie das mit den Katern.
Ihr Weg, nein sogar die gesamte Welt kam zu einem abrupten Stopp als sich die kleine Tänzerin dazu entschloss ihr Phantom an der Taille fest zu umarmen. Cassiel blieb stehen, starrte erst überrascht nach vorn, die Augen leicht geweitet, ehe er seinen Kopf langsam zu ihr drehte, als würde er diese neue Realität nicht wirklich begreifen können.
„Du solltest Acht geben, in welchen Kreisen du dich bewegst ...Herr Psychologe. Die Menschen auf dieser Welt sind nicht nett – nicht alle“ Zweiffellos begegnete er nebst seiner menschlichen Klienten auch anderen Wesen. Er hoffte nur, dass er nicht bereits zu tief in ein System gezogen worden war, in welchen mit Menschenblut wie Drogen gehandelt wurde.
Doch Designer, die ihre Kreativität in explodierenden bunten Farben zum Ausdruck brachte gab es wie Sand am Meer. Und Cassiel wollte nicht ein Körnchen von vielen sein.
Du weiß es und doch schaust du weg.“, stellte sie in den Raum zwischen ihnen. „Was ängstigt dich an dir? Denn die Stille scheint es nicht zu sein. Nur das, was sich darin zeigt. Das, was du selbst vor dir zu verbergen versuchst.“ Sie sprach ruhig, klar.
Sie grinste leicht verstohlen - technisch gesehen hätte man sie durchaus zurecht als Hexe bezeichnen können - und ihre roten Haare hatten nicht besonders viel damit zu tun.
„Verstehe…“ geistreich Belve, sehr geistreich. Es war auffallend wie er oft in Daniels Gegenwart vergaß wie Sprechen funktionierte.
Ein leises, gutmütiges Auflachen entwich ihm. Offenbar hatte er sich soeben freiwillig auf einen Tanz eingelassen … mit einer jungen Frau … im Wasser.
„J-ja….Das ist mein Freund. Sein Name ist Daniel“, erzählte er und spürte in seiner Brust dabei sogar einen Anflug von – stolz? Daniel war durchaus hübsch, die Freude darüber ihn anzusehen nachvollziehbar. Und dieser hübsche Mensch war seiner. Ganz seiner.
Und verdammte Scheiße, wann war endlich Wochenende?
„Ich arbeite als Psychologe,“ fuhr er fort, „das heißt, ich verbringe meine Tage damit, Menschen dabei zuzusehen, wie sie versuchen, sich selbst zu erklären… und manchmal sogar dabei helfe, dass es ihnen gelingt.“
Was sähe man, wenn man sie wirklich durchschaute? Wenn man ihren Intellekt, ihr enzyklopädisches Wissen und ihre analytische Rüstung wegnahm? Abgesehen davon, dass sie eine umwerfende kohlenstoffbasierte Existenz war – was blieb dann noch von der Gleichung übrig?
Wie ging das Sprichwort? Schlafende Kater weckt man nicht?
Oder war es nur Daniel? Mhhhn….
Herrje, wo war er noch gleich? Ach ja einsperren. Einsperren mit den schönen Augen und dem hübschen Mann dazu.
Ein Accountant mit fehlendem Fuß war eine Beleidigung für ihre Liebe zur Symmetrie
Man sollte meinen, sie sei gerade die Art von Person, der man zutraute, eine Atombombe in ihrer Garage zu bauen- nur aus reinem Interesse natürlich – aber bisher hatte sie noch keine schwerwiegenden Gesetze überschritten. Oder war dabei erwischt worden.
Damit machten sich die beiden auf den Weg ins Land wo heiße Schokolade floss.
Aber so blieb der Moment irgendwie eigenartig verloren, weil es beide Seiten schafften sich gegenseitig vollkommen zu verwirren – Gratulation.
umal er total lächerlich mit irgendwelchen Dessous aussehen würde. Gott...Nein, nein, nein, nein…Selbst für Daniel nicht. Auch der Franzose hatte seine Grenzen.
Er hätte beinahe vergessen das er nicht nur Statist in dieser Szene war, sondern eine aktive Rolle führte, in der ab und zu auch mal reden musste – oder reagieren. Jetzt klappte er zum Beispiel ganz erfolgreich seinen Mund zu und drückte Alanah sanft zurück.
Bei Gott, fast hätte er sich umgedreht um zu schauen ob hinter ihm noch eine weitere Person aufgetauch war, welche Alanah zu sich winkte. Aber...Himmel ...natürlich….wer war denn sonst noch hier, er war gemeint !? Gott Belve…
Das war bizarr...So etwas passierte nicht wirklich in Edinburgh oder? Man traf keine hübsche junge Frau in der Gasse, half ihr vor drei Typen zu fliehen und brachte sie dann zu einem Schneider, der auch gut und gerne in einem Tim Burton Film hätte mitspielen können.
Du bist aufmerksam“, stellte Dmitry fest. Seine Lippen verzogen sich kaum merklich. „Das kann ich nicht leiden.“ Diese Art, angehört zu werden. Gesehen zu werden. Sie bereitete ihm Unbehagen, weil sie selten war – und gefährlich.
Und ja er hatte ihren kram gelesen. Hey, sie hatte auch sein Serienmörder-Board gelesen. Damit war sie dann wohl quitt. Schließlich war das sowas wie Jasons Tagebuch.
War er sogar am Ende ein… wie nannte man das? … Fledermaus-Kind von ihrem Chef?
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