Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

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27
JUN

Willkommen zurück! 14 Tage offline und alles hat sich verändert! Beginnt auf eurer Entdeckungsreise am besten einfach bei den News und probiert dann alles aus!

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Dima war wie einer dieser Raptoren aus Jurassic Park. Er wirkte im ersten Moment vielleicht irgendwie charmant und händelbar, doch blinzelte man auch nur einmal im falschen Augenblick wurde man in der Luft zerrissen.
„Dori, so könnt ihr mich nennen.“, stellte die Vampirin sich vor.
„Wie der Fisch“, fügte Dmitry als kleine Erinnerungsbrücke hinzu und schenkte ihr ein Zwinkern, das irgendwo zwischen Spott und Charme pendelte.
Das dabei einige Wagen als Schrott endeten, gehörte dazu. Sie wurden einfach weitere Hindernisse und beliebte Schandflecken, um einander damit aufzuziehen. Für gewöhnlich fuhr man dort auch nicht in seinem teuersten oder besten Wagen. Außer man war ein Alchemist mit einem Hang zum technischen Übertreiben. Oder man hatte ein Date und wollte etwas ziemlich Einmaliges veranstalten.
»Hering? Bitte?«, fragte Tabs vom Boden her und ließ den Hammer elegant in der linken Hand kreisen, »Und was auch immer dich die letzten zehn Minuten so schweigsam gemacht hat.«,
»Okay… dann … muss ich mir da wohl wenig Sorgen machen…«, sie nickte knapp - vielleicht nicht, was die meisten Menschen gesagt hätten, wenn jemand zugab, jemanden gestalkt zu haben? Aber Morgan war sicher nicht “die meisten Menschen”.
Schüchtern allerdings gehörte nicht unbedingt zu seiner Persönlichkeit. Immerhin war er Franzose.
Natürlich erwartete er hier ein gewisses Level an Allgemeinbildung. Welcher jahrhundertealte Vampir, der etwas auf sich hielt, hatte Findet Nemo schon nicht gesehen?
Doch bevor sie tiefer in die Philosophie einsteigen konnten, rief die Wissenschaft zurück in die Gegenwart. Willows Experiment forderte ihre Aufmerksamkeit in einer grell-pinken Weise, die man nun wirklich nicht ignorieren konnte. Selbst sein Ego nicht.
Er würde sicherlich keine hundert Jahre oder neun Katzenleben dafür brauchen etwas mutiger zu werden. Zumindest nahm er sich das nun fest vor!
„Ich bin der Vampir“ Er schluckte erneut, fuhr sich einmal mit der Zunge über die Unterlippe. „Keine Maus…“
Alles im Leben von Vampiren änderte sich über die lange Zeit ihres Leben. Einzig ihr Wort blieb ihnen, wo doch alles andere vergänglich war.
„Auf keinen Fall.“, erwiderte Dan sofort, sichtlich verblüfft und absolut gegen diese Idee. „So eine Schrottkarre kommt mir nicht unter..."
Gott, er war wahnsinnig geworden. Verrückt. Verrückt nach diesen grünen Augen, dem Lachen, dem Lächeln, dem klugen Kopf neben sich. Alles, er wollte alles von Belvedaire wissen. Wollte alles mit ihm teilen. Hatte ohne zu Zögern dem anderen den Fahrersitz überlassen – wörtlich wie sinnbildlich. Weil es das einzig richtige war. Das, was er niemals bereuen würde.
„Alchemisten brauchen uns nicht“, korrigierte er sanft. „Sie brauchen unser Blut. Das ist nicht dasselbe.“
Nein, Cassiel hatte als aktueller CEO seiner Modewelt weder Muse noch Zeit in den Blick irgendwelcher Vampirjäger zu geraten. Also lieber gehen und Dima das machen lassen, was ihm Spaß machte.
„Er hatte seine Talente… und wir hatten Spaß, aber… gefährlich ist er nicht.“ Normalerweise war Wei ganz gut darin, das einzuschätzen. Es gehörte zu den wichtigen Aufgaben als Clubbesitzerin. „Ich habe fast ein schlechtes Gewissen, weil ich Dima zu ihm geschickt habe…“
„Ich bin mit diesen Leuten… wie Michael- du weißt, was ich meine, ja? Ich weiß Bescheid“
Wei fragte sich, ob er vor Angst gleich auf ihr Sofa pissen würde.
Seine Stimme klang danach und in seinen Augen spiegelte sich echte Verzweiflung.
Wer ihm keine Wattebällchen ins Gesicht warf, hatte schon mal die Grundvoraussetzung bestanden, nicht sofort in seinem Magen zu landen.
Und dann das Blut. Oh, das Blut. So viel süßer, prickelnder, wenn die Todesangst es mit Adrenalin aufschäumte. Ein Energy Drink für Fortgeschrittene. Dmitry sollte das echt mal patentieren.
Und jetzt sollte er die verdammte Nanny für eine CIA-Agent Bitch spielen?
Bullshit vom reinsten, hochdestillierten Grade A-Level.
Doch manche Infos waren sensibel, und Jax hatte keine Lust, dass irgendein Schreibtischhengst aus dem 3. Stock sich in die Sache reinwichste.
Verdammt nochmal. Was zur Hölle hätte er tun sollen? Dem Weib ein Glöckchen um den Hals binden? ’Nen verdammten GPS-Tracker zwischen die Schulterblätter tackern?
Er war Sniper der U.S. Army, kein gottverdammter Babysitter.
Dima war taktlos. Das hatte die ein oder andere Bemerkung hinlänglich bewiesen. Und er war neugierig. Skeptisch. Beschützerisch.
„Meine ganze Familie besteht aus Alchemisten, okay? Ich war aber nicht-“ Er wedelte mit der Hand herum. „Was auch immer, man für nen Funken in sich tragen muss, ich hab‘ ihn nicht. Ich weiß also über’s Gröbste Bescheid. Vampire, leuchtende Steine, Zombies, Anti-Aging-Drinks…“
Was war er auf ihren Touren nicht schon alles für sie gewesen: Jede verdammte Form von Wingman, die sie brauchte, Beschützer, eifersüchtiger Ex, schwuler bester Freund, Rivale – was dem Rotschopf auf der Jagd eben am besten diente. Oder ihr bei der Flucht danach half.