21.08.2026, 14:21
ADDAM LEVI
Danger has a way of clearing the mind
Vorstellung
Hallihallöchen! Ich möchte euch Addam Levi vorstellen, zwischen 30 und 32 Jahre alt, ehemals Mitglied eines SWAT-Teams. Er trägt das aktive Paläogen in sich. Als Avatar hätte ich Casey Deidrick vorgesehen.
Gesuch: https://mitternachtsblau-rpg.de/showthread.php?tid=1582&pid=36299#pid36299
Addam ist jemand, der früh gelernt hat, dass Sicherheit nichts Selbstverständliches ist. Seine Kindheit war geprägt von den kriminellen Machenschaften seines Vaters, wechselnden Bruchbuden und Männern, die bewaffnet im Wohnzimmer standen, als wäre das vollkommen normal. Als sein Vater starb und seine Mutter ihn und seine beiden Geschwister schließlich bei den Großeltern zurückließ, änderte sich sein Leben schlagartig. Zum ersten Mal gab es ein sauberes Zuhause, regelmäßige Mahlzeiten und Erwachsene, auf die man sich verlassen konnte. Addam traute dem Frieden allerdings lange nicht. In seinem Kopf konnte dieses neue Leben genauso schnell wieder verschwinden, wie es gekommen war.
Also entwickelte er seine ganz eigene Strategie, um bleiben zu dürfen: Leistung. Gute Noten, keine Probleme, bloß keinen Anlass geben, enttäuscht von ihm zu sein. Was seine Großeltern stolz machte, sorgte in der Schule allerdings nicht unbedingt für Beliebtheit. Addam galt als Streber, Besserwisser und der Typ, der vermutlich sogar freiwillig seine Hausaufgaben machte. Als er später zur Polizei ging, beschloss er deshalb, es anders anzugehen. Aus dem überkorrekten Musterschüler wurde zumindest nach außen der lässige Kerl, den nichts aus der Ruhe bringt, der einen lockeren Spruch auf den Lippen hat und Regeln nicht ganz so ernst nimmt, wie er eigentlich sollte. Das brachte ihm tatsächlich mehr Freunde ein und mindestens genauso viel Ärger.
Hinter der entspannten Fassade steckt allerdings noch immer derselbe ehrgeizige Junge, der unbedingt beweisen will, dass er seinen Platz verdient hat. Addam arbeitete sich vom Streifendienst weiter nach oben, sammelte Einsatzerfahrung und schaffte schließlich den Sprung ins LAPD SWAT-Team. Dort liegt ihm vor allem der Außeneinsatz: dynamische Lagen, Zugriffe, Geiselnahmen und Situationen, in denen Entscheidungen innerhalb von Sekunden getroffen werden müssen. Stillstehen und abwarten liegen ihm deutlich weniger als handeln.
Dabei ist es nicht nur Ehrgeiz, der Addam immer wieder dorthin zieht, wo es gefährlich wird. Risiko hat für ihn etwas beinahe Beruhigendes. Nicht, weil ihm sein Leben egal wäre oder er sterben möchte, sondern weil die Welt in diesen Momenten plötzlich einfach wird. Wenn Adrenalin durch seinen Körper schießt und jede Entscheidung zählt, bleibt keine Zeit für Zweifel, Zukunftsängste oder die Frage, ob er irgendwo wirklich hingehört. Dann gibt es ein Problem, ein Ziel und eine Aufgabe. Jemand braucht ihn. Er kann etwas bewirken und für diesen Moment weiß Addam ganz genau, wofür er da ist.
Vielleicht reizt er Grenzen deshalb manchmal weiter aus, als vernünftig wäre. Gefahr lässt ihn etwas spüren, das ihm im gewöhnlichen Alltag gelegentlich fehlt: absolute Klarheit und das Gefühl, einen Zweck zu erfüllen. Ausgerechnet der Junge, der seine gesamte Kindheit nach Sicherheit gesucht hat, fühlt sich als Erwachsener besonders lebendig, wenn diese Sicherheit verschwindet. Wo andere das Chaos fürchten, funktioniert Addam am besten. Das macht ihn zu einem verdammt guten Mann für taktische Einsätze, aber nicht unbedingt zu jemandem, der immer rechtzeitig erkennt, wann Mut in Leichtsinn umschlägt.
Ausgerechnet eine Geiselnahme brachte schließlich alles durcheinander, was Addam bis dahin über die Welt zu wissen glaubte. Unversehens landete er selbst auf der falschen Seite der Absperrung und hatte dabei seinen ersten Kontakt mit einem Vampir – und überlebte. Während andere vermutlich versucht hätten, das Erlebte möglichst schnell zu verdrängen, tat Addam genau das Gegenteil. Er begann nachzuforschen. Erst heimlich, dann zunehmend verbissener. Zu viele Ungereimtheiten, verschwundene Beweise und Fälle, die sich mit gewöhnlicher Kriminalität nicht erklären ließen, weckten seinen Jagdinstinkt.
Seine Hartnäckigkeit führte ihn schließlich zur EliTe und damit endgültig in eine Welt, von deren Existenz er früher keinen blassen Schimmer hatte. Inzwischen weiß er nicht nur, dass Vampire existieren, er hat auch bereits einige von ihnen endgültig zum Teufel geschickt. Vielleicht liegt genau darin der zusätzliche Reiz für Addam: Die EliTe bietet ihm all das in konzentrierter Form, wonach ein Teil von ihm ohnehin sucht. Risiko und Adrenalin. Eine klare Aufgabe. Einen Gegner, den es aufzuhalten gilt und das unbestreitbare Gefühl, gebraucht zu werden. Erst vor einigen Wochen (jedenfalls dachte ich, das würde es leichter für den Einstieg machen) kam er nach Schottland, um sich seinen Kollegen beim MIU anzuschließen. Viel Erfahrung macht ihn innerhalb seines aktuellen Teams trotzdem noch lange nicht zum alten Hasen. Mit 30 - 32 Jahren ist Addam der Jüngste und damit derjenige, der sich seinen Platz erst noch verdienen muss. Etwas, das einen ziemlich alten Nerv trifft. Denn wenn es eine Sache gibt, die Addam überhaupt nicht leiden kann, dann ist es das Gefühl, jemand könnte glauben, er gehöre nicht hierher.
Vampirwissen:
Inzwischen ziemlich umfangreich. Addam hatte seinen ersten unfreiwilligen Kontakt während einer Geiselnahme und begann anschließend auf eigene Faust zu recherchieren. Durch die EliTe kennt er mittlerweile nicht nur die Existenz von Vampiren, sondern auch ihre Gefährlichkeit aus unmittelbarer Erfahrung.
Charakter:
Stärken: ehrgeizig, belastbar, loyal, mutig, aufmerksam, reaktionsschnell, intelligent, hartnäckig, verantwortungsbewusst, beschützend
Schwächen: risikobereit, sarkastisch, stur, adrenalingetrieben, hat Probleme mit Nähe, kann schlecht aufgeben, neigt zu Alleingängen, nimmt Niederlagen persönlich
Charaktermerkmale:
Addam wirkt wesentlich entspannter, als er tatsächlich ist. Den lässigen Typen hat er sich während seiner Polizeiausbildung bewusst antrainiert und inzwischen so perfektioniert, dass kaum jemand merkt, wie viel Ehrgeiz und Selbstkontrolle dahinterstecken. Er kann einen lockeren Spruch machen, während er innerlich längst Fluchtwege, Deckungsmöglichkeiten und potenzielle Gefahrenquellen durchgeht.
Seine Risikobereitschaft ist gleichzeitig eine seiner größten Stärken und eine seiner gefährlichsten Schwächen. Addam verliert unter Druck selten den Kopf. Je chaotischer eine Situation wird, desto fokussierter scheint er zu werden. Adrenalin blendet für ihn all das aus, was sonst im Hintergrund arbeitet. In solchen Momenten muss er nicht darüber nachdenken, ob er gut genug ist, ob er seinen Platz verdient oder was danach kommt. Es zählt nur, was unmittelbar vor ihm liegt. Das Gefühl, gebraucht zu werden und etwas bewirken zu können, gibt ihm eine Form von Sinn, die er außerhalb solcher Situationen nicht immer findet.
Sein Verhältnis zu Waffen ist durch seine Kindheit zwiespältiger, als man bei einem SWAT-Officer vermuten würde. Für ihn sind sie Werkzeuge, keine Statussymbole. Menschen, die leichtfertig damit umgehen oder sich über ihre Bewaffnung definieren, kann er entsprechend wenig ausstehen.
Innerhalb seines Teams ist Addam der Neue. Gerade deshalb meldet er sich vermutlich etwas zu schnell freiwillig, wenn eine Aufgabe unangenehm oder gefährlich wird. Trotz aller Coolness ist ein Teil von ihm noch immer der Junge bei seinen Großeltern, der glaubt, dass ein sicherer Platz etwas ist, das man sich verdienen muss. Früher tat er das mit guten Noten und tadellosem Verhalten. Heute tut er es, indem er derjenige ist, der nach vorne geht, wenn alle anderen lieber einen Schritt zurückmachen würden.
