Fàilte!

Wir sind ein Urban/ Dark Fantasy RPG mit Spielort Edinburgh, Schottland im Jahr 2020. Bei uns gibt es Katakomben unter der Stadt mit Vampiren zu entdecken, geheime Labore, in denen Alchemisten Wissenschaft mit Magie kombinieren und Naturmagie, die mit Elementaren genutzt werden kann. Und das völlig ungesehen von der gemeinen Bevölkerung - er sei denn, jemand tritt zu tief in die Schatten...

News

4
AUG

Sodele, unsere erste Neuregistrierung hat funktioniert, daher sind wir mal so mutig und eröffnen die Türe wieder! Wer nochmal nachlesen möchte, wie die neuen Plugins funktionieren, schaut enfach mal in die News oder liest in den FAQs im entsprechenden Bereich nach.


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Der intensive Blick, mit dem Damyan ihn musterte, hatte etwas Prüfendes. Herausforderndes. Vielleicht war das bei Morozovs auch einfach ihre Art, Hallo zu sagen. Nikolaos beschloss, diese kulturelle Eigenheit nicht weiter zu hinterfragen.
Dass Damyan ihre Familien auf eine Stufe stellte, grenzte beinahe an eine Beleidigung. Nikolaos ließ sich selbstverständlich nichts anmerken. Es wäre unerquicklich gewesen erklären zu müssen, dass die Familie Tsolakis seit Jahrhunderten bedeutende Persönlichkeiten hervorgebracht hatte – und keine Namen, die regelmäßig in Ermittlungsakten, Boulevardzeitungen oder den morbiden Erzählungen gelangweilter Vampire auftauchten.
Das Gesundheitsamt war der natürliche Feind eines jeden Nekromanten. Als Betreiber eines Bestattungsinstituts unterlag er einer ganzen Armada aus Vorschriften, Kontrollen und Formularen – und die schottischen Aufsichtsbehörden besaßen die unerquicklichste Eigenschaft überhaupt: Sie ließen sich nicht annähernd so elegant bestechen wie ihre Kollegen in Athen. Eine kulturelle Schwäche, wenn man ihn fragte.
Ohne ihn würde der durchschnittliche Intelligenzquotient dieser Gesellschaft messbar sinken, ganz zu schweigen vom Verlust an Stil, Kultur und gutem Geschmack. Man konnte also mit Fug und Recht behaupten, dass sein Fortbestehen einem öffentlichen Interesse diente.
Grenzen? Offenbar ein theoretisches Konzept. Höflichkeit? Offenbar vergriffen. Morozov, schoss es ihm durch den Kopf. Entweder einer seiner Abkömmlinge oder gleich Dmitry persönlich.
Er lebte durch Struktur, durch Zweckmäßigkeit. Jeder seiner Schritte war kalkuliert. Jedes Wort wog er ab, bevor es fiel. Und wenn er etwas tat, das das Ansehen der Familie beschädigen konnte, dann nur hinter geschlossenen Türen – wo niemand zusah.
„Ich würde aber nicht so weit gehen, mich als Musiker oder gar Künstler zu bezeichnen“, fügte er hinzu, in einem Tonfall, der Bescheidenheit vortäuschte. Die Wahrheit war: Künstler waren chaotisch, unberechenbar – und Nikolaos war nichts davon.
Seine Hände waren keine Werkzeuge der Gewalt. Sie waren gepflegt, kontrolliert. Die Hände eines Mannes, der wusste, wie man mit Skalpell und Vertrag gleichermaßen umging.
„Feuer bekommt niemandem wirklich gut, Mr. Thomson“, bemerkte Nikolaos schließlich mit einem amüsierten Lächeln. „Aber danke, ich werde Ihren Einsatz zu schätzen wissen. Sie brauchen sich also nicht vor einem wütenden Poltergeist fürchten" Er sagte es im Scherz, aber tief in seinem Inneren wusste Nikolaos, dass, sollte er aufgrund Mr. Thomsons Unfähigkeit nach Griechenland zurückkehren, er ihm die Hölle heißmachen würde.
Vielleicht hatten sie einen Auftrag vermasselt und Dracula fühlte sich auf den Schlips getreten.
Er war ein schrecklicher Mensch, aber er genoss es.
Pünktlichkeit war ja eher subjektiv, wenn man Nikolaos fragte. Er fand es nicht schlimm, andere eine Viertelstunde warten zu lassen, weil er sich zu lange vor dem Spiegel bewundert hatte oder vor einem potenziell anstrengenden Sozialkontakt noch ein Nickerchen machen wollte.
Es lag vor allem in Nikolaos’ Interesse, dass der junge Vampir seine Gelüste unterdrückte.
Sie befanden sich zwar in einem Krematorium, aber wenn seine Angestellten von einem hungrigen Babyvampir massakriert würden, wäre die Woche echt für ihn gelaufen.
Toll, wahrscheinlich hatte sie auch etwas mit dem ›Unfall‹ zu tun, bei dem Dima ausgerutscht und mit seinen Fangzähnen in Camilles Hals gelandet war.
Letztlich war es ihm egal, ob andere umkamen, denn das brachte ihm als Bestatter ja Geld.
„Cami hat einen kleinen Ordnungstick…“, nett ausgedrückt. (...) „Ein Buch falsch herum ins Regal zu stellen, kann für sie ein ziemlicher Weltuntergang sein“, er schmunzelte leicht darüber, „ich musste mich erst daran gewöhnen, aber inzwischen ist das kein Problem mehr“, Camille hatte nämlich eingesehen, dass ihr Drama Nikolaos schlicht und ergreifend nicht interessierte.
Dennoch waren sie Menschen, die großen Wert auf Effizienz legten und so legte Camilles Eisprung auch ihren Koitus fest. Das nahm dem Ganzen in gewissermaßen seine Romantik, jedoch liebten sie beide Organisation und auch ein gut organisierter Terminkalender konnte anturnen.
Pft, was sollte er sich schon unter Ambrosios Forschung im privaten Rahmen vorstellen? Probierte er etwa aus, wie Marmeladenbrot mit Thunfisch schmeckte? Ja genau, DIESES Niveau an “Forschung” traute er ihm zu.
Irgendwann war er runter ins Wohnzimmer gekommen, um nach diesem sturen Weibsbild zu sehen und hatte die Heizung höher gestellt. Drachen hatten es gern warm.
Nikolaos’ Romantiklevel lag irgendwo bei: »Ja, natürlich liebe ich dich, das hatten wir doch besprochen…?!«
Es war vollkommen egal, welche berufliche Richtung Nikolaos einschlug, am Ende landete er sowieso nur wieder im Bestattungsinstitut. Na ja, wenn man es genau nehmen wollte, landeten sie alle früher oder später im Bestattungsinstitut, aber da sprach wohl sein Geigenhumor aus ihm.
Das klang nicht nach einem sehr innigen Verhältnis [...] Es klang eher nach einem Fall von Vernachlässigung. Nikolaos konnte das gut beurteilen, er hatte sechs Kinder und zig Enkelkinder / Urenkelkinder bis heute erfolgreich seit ihres ersten Atemzuges ignoriert.