Willkommen im Mitternachtsblau, einem Urban/Dark Fantasy RPG. Unser Setting befindet sich in Edinburgh, Schottland und wir spielen im Jahr 2020. Wir navigieren unsere Charaktere zwischen Geheimlogen, Elementaren, Vampiren und einen Untergrundkrieg in ihre Abenteuer - ob sie wollen oder nicht!

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27
JUN

Willkommen zurück! 14 Tage offline und alles hat sich verändert! Beginnt auf eurer Entdeckungsreise am besten einfach bei den News und probiert dann alles aus!

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[Telefonat] Do you know something about June?
Szeneninformationen
Szeneneinstellung
private Szene & feste Postreihenfolge
Datum
01.04.2020
Ort
via Telefon
Tageszeit
abends/spätabends
#21
Tja, das war eine gute Frage. So gut kannte Connor sich da nun auch nicht aus. Zumal eine gute Beeinflussung sich wohl auch gar nicht erst als eine solche erkennen ließe. Er stutzte kurz. „War das nicht Star Wars?“ Er musste trotz des ernsten Themas schmunzeln. So richtig tief drin war er in diesem ganzen Nerdtum nun auch nicht, aber um Star Wars kam man doch kaum herum. Und um Star Trek genauso wenig. „Oder können die das da auch?“ Nicht, dass Connor leicht abzulenken wäre, nein. Er räusperte sich. „Egal. Du hast recht. Wahrscheinlich würde man es nicht merken. Aber … ich will auch nicht so richtig glauben, dass Elijah das bei mir gemacht haben könnte. Ich hatte so ein gutes Gefühl bei ihm.“ Wo sie wieder beim Knackpunkt waren. Verdammt.

„Ja, so etwas ist bei mir auch durchgeklungen. Es scheint da Regeln und Organisationsstrukturen zu geben und Elijah möglicherweise durchs Raster gefallen zu sein. Weil er anders ist? Mir kam es so vor.“ Aber natürlich konnte Connor am Ende des Tages auch nur raten.
„Nein, Jason weiß davon bisher nichts. Und ich freue mich nicht auf die Diskussion darüber.“ Nicht, dass Connor seine Meinung für sich behalten würde, wenn es darauf ankäme. Aber es hatte nun auch noch keinen Grund gegeben, Jason eine Nachricht zu schicken, um zu erzählen, dass er Elijah freiwillig (hoffentlich!) sein Blut gegeben hatte.
„Das ist alles so undurchsichtig.“ Und ja, er würde Elijah gerne fragen, aber der war ja nun einmal verschwunden.

„Scheiße … Tabs …“ Das gefiel ihm alles überhaupt nicht. Schon klar, ihr Job war gefährlich. Aber das bedeutete nicht, es toll zu finden, dass eine Freundin ständig in (aktuell sogar sehr akuter) Gefahr lebte. Das ging ihm bei Gwyn nicht anders. Nur konnte er beide auch nicht davon abhalten, immer wieder kopfüber in Trouble zu springen. Scheiße, er würde es ja selbst tun.
„Mir wäre wohler, dich aus der Schusslinie bringen zu können. Aber wir wissen beide, dass ich’s nicht kann und du es nicht zulassen würdest.“ Dafür kannte er sie dann doch zu gut.
„Ich bin nur froh, dass deine Freundin da gewesen und Jason früh genug aufgetaucht ist.“ Und dass Tabitha wenigstens noch ein paar Überraschungen in der Rückhand hatte, wenn es hart auf hart kam.

Nichts Zuordbares also. Weder seitens der Drohungen, noch der Alchemisten. Und doch auf Tabitha konzentriert. Vielleicht aber auch, weil sie das Pech gehabt hatte, gleich an zwei Fronten beschäftigt zu sein.
„Klingt vielleicht doof, aber kriegst du einen Peilsender an dich dran? Damit wir dich finden, wenn … noch mehr so Scheiße passiert?“ Und schon waren sie mittendrin in einem schlechten Agentenfilm. Aber was sollten sie sonst tun? Irgendwie musste Tabs doch so gut wie möglich abgesichert sein.

„Vielleicht versuchen sie das in Zukunft auch. Jetzt, wo sie auch noch Gwyns und mein Gesicht gesehen haben.“ Nein, Connor war absolut nicht scharf darauf. Aber spätestens jetzt waren ja nicht mehr nur die McAllisters irgendwie auf dem Radar aufgetaucht.
„Sie passen bestimmt auf.“ Nachlässig wirkte niemand von ihnen, schon gar nicht jetzt.

„Klingt ekelhaft.“ Auch ohne dass Tabs noch genauer ins Detail ging, was diesen Kerl anbelangte. Wieder konnte June wohl nur froh sein, Tabs zu haben. „Du passt auf sie auf, ich merk’s schon.“ Und vielleicht konnten sie das Mädchen ja irgendwie zusammen rausboxen.

„Die Pentlands und June, das bekommen wir hin.“ Irgendjemand musste doch optimistisch sein. Und Tabitha war nicht allein, jeder von ihrem Umfeld würde wohl so gut wie möglich helfen.
„Müssen wir dich etwa doch noch ans Bett fesseln?“, erwiderte er auf ihre Feststellung hin und wäre doch selbst kein Stück besser.

Connor seufzte. „Ich, naja, bin bei diesem Elementare tragen immer noch nicht wirklich viel weiter.“ Irgendetwas in ihm blockierte da. Vielleicht sogar aus der Ehrfurcht oder Angst vor genau dieser Kraft, die Tabitha da beschrieb. Aber ihm war auch klar, dass es aktuell vielleicht sogar immer wichtiger wurde, sich diesem Thema anzunähern und mehr von seinem eigenen Elementar zu nehmen als das, was jener an Magie in Connors Gegenstand packen konnte.
„Klingt nicht so, als solltest du aktuell komplett auf diese Magie verzichten.“ Connor überlegte kurz. „Kann man das Druckrauslassen optimieren? Vielleicht nicht alles, sondern nur die Hälfte oder so?“ Denn leider war genau das ja nun einmal auch Tabs Backup, wenn wieder etwas um sie herum schiefging. Dann war es natürlich blöd, wenn das nicht mehr ging.

Connor stimmte in das Lachen mit ein. Das gefiel ihm weitaus besser als wenn Tabs verzweifelte. „Also müssen wir alle nur aufpassen, uns nicht fürchterlich zu verquasseln.“ Nicht im Hinblick auf Tabs und deren Gefühle für die Unbekannte. Sondern eher alles andere betreffend. Aber das würden sie schon hinbekommen und Connor wollte wirklich gerne wissen, wen Tabs sich da (vielleicht, hoffentlich) geangelt hatte. „Das ist schön.“ Sie hatte etwas Schönes wirklich mehr als verdient.

Erwähnungen: Jason McAllister, Gwyneth Walker, Theia Athanasiou (indirekt)
#22
Tabs hob einen Eislöffel in einem halben Schulterzucken, »Ist das so? Welches war das mit dem kleinen grünen Typen?«, sie schüttelte den Kopf, machte eine kurz Mehr-Eis-Pause (nicht zu verwechseln mit der Meereis-Pause in der Antarktis die sie nach bestem Gewissen zu verhindern versuchte), »Das einzige was ich sicher weiß, ist das Stark Trek das war, das einen ersten lesbischen Küsse im Fernsehen gezeigt hat. Abgesehen davon… hab ich da nicht viel. Warte, eins war mit einer Prinzessin, die am Ende alle rettet, oder?«, vielleicht fokussierte sie sich manchmal ein bisschen auf … Einzelheiten? »Sorry, ich kann dir ein Ohr abkauen zu praktisch jeder Fantasy Welt die je zu Papier gebracht wurde… aber SciFi … dafür hab ich Brüder.«, sie lachte leise. Ein kurzer Moment der Heiterkeit zwischen all den düsteren Themen.

»Immerhin sind Vampire das betrifft auch nur Menschen…«, stellte sie dann zynisch fest, »Scheiße zu allem, was anders ist…«, die junge Rothaarige schüttelte den Kopf.

Sie nickte langsam - sie war sich nicht sicher, wie Jason jetzt reagieren würde. Ein bisschen hatte sich sein Blick in letzter Zeit geändert… ob das für Elijah auch galt, war sie sich nicht sicher - vielleicht im Prinzip, aber das bedeutete nicht, dass Jason glücklich sein würde - und … wahrscheinlich würde er, wie sie auch, zumindest skeptisch sein, wie vielen aus ihrem Kreis der Vampir zufällig über den Weg gelaufen war? Drei … war allein noch kein Pattern, aber … langsam ein Grund zur Sorge, wenn sie ehrlich war. Aber … nein, am Ende hatten sie keine Ahnung - und ohne zu wissen, wo Elijah jetzt war, war sie sich nicht sicher, ob sie es jemals herausbekommen würden, »Undurchsichtig ist gar kein Ausdruck.«, murmelte sie etwas leiser, beinahe in Gedanken versunken, »Aber … ich denke, wir müssen aufpassen, dass wir nicht auch noch Geheimnisse voreinander haben… also dieser großen Art. Ich denke… das einzige wie wir das überstehen ist zusammen… und … wir können kaum mit irgendwem sonst darüber sprechen…«, sie seufzte. Es war … offene Frage. Wenn ihre Hoffnungen, was TJ betraf sich erfüllten … hell … selbst wenn sie sich nur weiter anfreundeten … wie lange konnte man Lügen leben? Jason hatte mit Gwyn reinen Tisch gemacht… noch mehr Fragen. Weil sie genau das brauchte. Noch mehr Fragen.

Sie seufzte und nickte langsam, die Schatten hinter ihren Augen wurden in letzter Zeit auch nur noch dunkler. Sie verstand, wo Connor her kam… aber … wie sie gesagt hatte, sie konnte sich nicht verstecken - oder den Rest ihres Lebens unter Polizeischutz verbringen. Sie hatte einen Job. Sie hatte eine Aufgabe. Beides war nicht mit Polizeischutz kompatibel - und den Rest ihres Lebens unter Beobachtungs zu verbringen gefiel ihr auch nicht - am Ende hätte es bedeutet, in Angst zu leben. Sie schauderte leicht und konzentrierte ihren Blick einen Moment lang auf ihr Eis. Einatmen. Ausatmen. Ruhig. Fuck.

„Ich bin nur froh, dass deine Freundin da gewesen und Jason früh genug aufgetaucht ist.“

»Glaub mir … ich auch.«, es hatte ironischer klingen sollen, als es geklungen hatte - in ihrer Stimme war ein Unterton, den man von ihr sonst selten kannte. Sie hatte Angst. Sie zögerte kurz, suchte Worte, die alles entschärfen konnten … aber da waren aktuell keine. Sie hatte Angst - im Augenblick war sie beherrschbar, im Augenblick hatte sie etwas anderes, worauf sie sich fokussieren konnte - Dinge die sie zu tun hatte … aber … sie wusste auch dass es wieder die anderen Momente geben würde. Bis sie endlich herausfanden, wer verantwortlich war.

„Klingt vielleicht doof, aber kriegst du einen Peilsender an dich dran? Damit wir dich finden, wenn … noch mehr so Scheiße passiert?“, Connors Worte rissen sie zumindest aus den Gedanken und gaben ihre einen Fokus.

»Ich… ich trage einen Sender, seit dem ersten Vorfall im Januar.«, sagte sie dann. Wie sie gesagt hatte, sie hatten Vorkehrungen getroffen, »So habe ich Jason auch alarmiert, als ich in die Einbrecher gelaufen bin … ich dachte auch erst, es hinge zusammen«, ihr Blick fiel auf das Armband an ihrem Oberarm, »Es … es ist … vernünftig«, der Unterton in ihrer Stimme machte klar, dass es ihr nicht gefiel, »Auch wenn ich mich so fühle, als wäre ich wieder fünf…«, sie schüttelte den Kopf, »Aber ich verliere lieber meinen Stolz, als … mehr als das.«, murmelte sie dann etwas leiser, »Und … ich meine, es ist Jason. Wenn es jemandem gibt, dem ich soweit vertraue…«

Tabs hielt kurz inne. War es das? Hing es doch zusammen und sie hatten die anderen jetzt erst erkannt? Ihr Puls begann sich zu beschleunigen und sie atmete schneller. Wenn sie gerade die Leute, die ihr zu Hilfe geeilt waren in Gefahr gebracht hatte … Nein. Ihr war klar, dass sie so gerade nicht denken durfte. Sie konnte sich nicht dafür verantwortlich machten, was andere machten. Nichts davon war ihre Schuld - egal was Gallaghers abfällige Kommentare anderes sagten.

„Du passt auf sie auf, ich merk’s schon.“

»Jemand sollte es tun. Ich glaube nicht, dass es bis jetzt viele Leute versucht haben … und jemand anders würde es vielleicht falsch machen.«, sie glaubte nicht daran, dass sie besser war, als andere - aber sie würde auch nicht ruhig schlafen, nicht selbst alles gegeben zu haben - und sich immer zu fragen, ob sie mehr hätte tun können.

Sie lachte leise. Sie wünschte, Optimismus würde ihr gerade so leicht fallen, wie Connor in diesem Moment klang - auch wenn sie ein bisschen vermutete, dass das sowohl seine Natur, als auch ein bisschen um sie aufzumuntern war.

„Müssen wir dich etwa doch noch ans Bett fesseln?“, böse Zungen würden behaupten, dass das für ihr eigenes Wohl vielleicht manchmal nicht der schlechteste Ansatz war, wenn man betrachtete, dass sie mit einem geschundenen Knöchel immer noch keine Pause machte. Tabs rollte mit den Augen.

»Nope. Das bleibt … bestimmten Personen vorbehalten… und aus anderen Gründen.«, vielleicht war das ein bisschen auf die Nase und ein bisschen direkter, als sie normalerweise neigte, sie sich auszudrücken, aber im Augenblick brauchte sie jedes bisschen … Gefühl von Kontrolle, dass sie zusammenkratzen konnte - wenn das anzügliche Witze beinhaltete, dann mussten alle anderen wohl damit leben, »Außerdem haben sie nur was von schwerer Prellung und ein paar Wochen schonen gesagt. Ich esse schon Eis, wie viel mehr soll ich mich noch schonen? Irgendetwas würde unweigerlich in einer Katastrophe enden…«

„Ich, naja, bin bei diesem Elementare tragen immer noch nicht wirklich viel weiter.“

»Mach dir keine Sorgen. Du bekommst das auch noch hin.«, versuchte sie ihn dann aufzumuntern, »Es … ich glaube manchmal müssen wir erstmal lernen, uns selbst zu vertrauen… ich vermute… das ist ein Grund, warum bei mir der Rest so lange gedauert hat…«, Elementaren zu vertrauen, war einfacher, als sich selbst mit ihrer Macht zu vertrauen? Es klang zumindest nicht vollkommen abwegig.

»Und nein, ich denke nicht ,dass ich darauf verzichten kann… ich .. ich habe angefangen mir Gedanken zu machen, wie ich mich damit verteidigen kann.«, was gar nicht so trivial war, da man gerade in Städten auch erst einmal Erde oder echte Steine finden musste, »Und ja, das beinhaltet, dass ich einen Avatar Marathon zu machen gedenken«, sie grinste leicht, »Ich .. weiß nicht, was Mom davon halten wird. Es … es ist nicht wirklich warum wir diese Kräfte haben, oder?«

Was sie auf dem langen Weg zu TJ zurückbrachte, »Ja… ich … würde es vorziehen, wenn sich niemand verquasselt.«, sie hatte leicht rote Ohren bekommen, »Ich hab schon genug Sorgen, dass ich das nicht hinbekomme … oder irgendwann nur Dinge vor mich hin stammele… wenn ich mir meine letzten Dates anschaue … «, sie seufzte.
#23
Connor grinste vor sich hin. Auch wenn die Grundthemen ernst waren, tat ein wenig Geplänkel zwischendurch doch gut. „Wenn du Yoda meinst, war es Star Wars. Außer die Trekkies haben auch einen kleinen, grünen Typen. Ich sollte das später recherchieren.“ Weil sie ja keine anderen Probleme hatten. „Öh …“ Eine Prinzessin, die alle rettete? „Sailor Moon vielleicht? Da gab’s zumindest ne Menge queeres Zensurdrama.“ Weil die angeblichen Cousinen nun mal eigentlich ein Paar gewesen waren. „Oder She-Ra? Eine Freundin hat mal davon erzählt und irgendwie ging es da auch um eine lesbische Prinzessin.“ Was man eben so aufschnappte, wenn man sich auch mal auf queeren Treffpunkten herumtrieb.

Connor seufzte. „Ja, das wird wohl niemals aufhören.“ Andere wurden offensichtlich immer ausgeschlossen, egal von welcher Spezies man sprach. Und das, obwohl sie im fucking 21. Jahrhundert lebten.

Er nickte bedächtig, auch wenn sie das nicht sehen konnte. „Du hast recht“, sagte er also auch noch laut. „Wir müssen zusammenhalten und zusehen, dass wir miteinander ehrlich sind. Sonst haben wir verloren.“ Gegen wen oder was auch immer, sie mussten eben einfach zusammen an einem Strang ziehen. Auch wenn das bedeutete, Meinungen miteinander zu teilen, die dem anderen vielleicht nicht gefielen. Und Connor hatte vermutlich eine Menge Meinung, mit der er aneckte. Zumindest, wenn es um Vampire ging.

Tabs klang einfach nur fertig und am liebsten wäre Connor jetzt bei ihr und hätte sie einfach in den Arm genommen.
„Das ist gut“, meinte er zu dem Sender. „Und es macht dich nicht zu einer Fünfjährigen! Im Gegenteil.“ Seine Stimme wurde etwas energischer. „Es macht dich zu einer Frau, die weiß, was sie will und was sie tun kann, um sich abzusichern. Und die so für all die Idioten auf dieser Welt eine Überraschung bereithält!“
Es war nie eine Schwäche, sich abzusichern. Im Gegenteil. In Tabs Situation ohne Peilsender oder Magievorteile ins Feld zu ziehen wäre wie Fallschirmspringen ohne vorher das Equipment zu überprüfen: schlichtweg dämlich.

Er hörte ihren schnelleren Atem. „Was für einen Gedanken muss ich dir jetzt ausreden?“ Was auch immer es war, sie sollte nicht noch mehr auf ihre Schultern laden.

„Es ist richtig, das du es tust.“ Connor würde dasselbe tun. Und ahnte noch nicht, dass er sich sehr bald mitten im Drama einer bis dato Fremden (Theia Athanasiou) befinden würde.

Connor lachte auf. Es war ein gutes Zeichen, dass sie zumindest noch herumwitzelte, oder? „Da wird man ja nun glatt ein bisschen neidisch“, schoss er also zurück, denn hey, sie waren nicht verwandt, er durfte solche Scherze reißen! Und sie wussten ja sowieso beide, dass er sich nicht ernstlich an sie heranmachen würde und sie nicht ernstlich interessiert sein könnte.
„Angeblich sind manche Prellungen bedenklicher als leichte Knochenbrüche“, gab er zu bedenken und verzog schon selbst das Gesicht. „Jaja, wer im Glashaus sitzt … schon klar.“ Als ob er so viel besser wäre.

Er schwieg einige Sekunden. Eigentlich vertraute er sich ja, es war nur … „Ach, weiß nicht. Ich denke mir manchmal, wenn ich mich überschätze, ist das die eine Sache. Damit schade ich mir nur selbst. Wenn ich mich dabei allerdings übernehme …“ Tja, dann konnte das schon mehr Schaden anrichten, oder? Und eine magische Kette wurde man im Zweifelsfall los, die richtig tiefe Verbindung zu einem Elementar aber nicht mehr. Connor seufzte. „Wahrscheinlich würde mir ein Psychologe nun so etwas wie ‚deine Unsicherheiten kanalisieren sich in genau diesem Thema‘ attestieren oder so.“ Denn die hatte nun einmal jeder Mensch.
„Nein, vermutlich haben wir sie dafür nicht. Aber es ist auch nichts Schlechtes, sie zu nutzen, wenn wir uns schützen müssen. Weiterführend betrachtet können wir auch der Natur und den Elementaren nicht mehr helfen, wenn wir selbst erledigt werden.“ Fuck, das klang echt viel zu ernst.
Lieber wieder zu den Serien schwenken. „Kann ich mich anhängen?“, fragte er also kurzerhand beim Avatar-Marathon. „So ein Luftbändigerstab würde mir ja schon echt verdammt gut stehen und ich mache eine gute Figur zwischen den Wolken.“ Womit er auch gleich schon wieder etwas selbstsicherer klang.

„Du schaffst das! Und wir werden es dir nicht versauen.“ Denn Tabs war wirklich ein ganz toller Mensch und verdiente es, endlich mal wieder ein richtig gutes Date zu haben! „Wenn irgendwas trotzdem schräg wird, schieb es einfach dann auf uns.“ Denn schräg war ihre ganze Gruppe auf einem Haufen sicherlich irgendwie.
#24
»Meine ich Yoda? Bestimmt möglich. Zu Sailor Moon kann ich dir mehr sagen, auch wenn ich nie so Anime fokussiert war wie manch andere. Inklusive darüber mich über ein paar Dinge in der Übersetzung was bestimmte “Cousinen” betrifft aufregen… aber vielleicht führt das zu weit?«, sie schmunzelte leicht. Die Neunziger waren … komplex was queere Representation betraf.

»Meiner bescheidenen Meinung nach die beste Sorte Prinzessin.«, vielleicht hatte sie in diesem Moment ein gewisses Bild einer nicht venezolanischen nicht Cartel Prinzessin vor Augen? Sie lächelte verschmitzt - und hoffte wirklich auf den anderen Teil.

»Es ist vernünftig.«, bestätigte Tabitha leise, »Aber ich hasse es, dass sie mir so sehr Angst gemacht haben. Dass sie so viel Kontrolle über mein Leben ausüben. Ich weiß es ist keine Schwäche, um Hilfe zu fragen und vorbereitet zu sein…«, aber da schwang ein aber in ihrer Stimme mit, »Aber ich fühle mich klein. Und ich hasse das Gefühl…«, sie meinte sicher nicht ihre Körpergröße. Tabs war immer jemand gewesen, die sich vor andere stellte - es war schwer zu akzeptieren, selbst darauf angewiesen zu sein, »Egal wie logisch es ist oder wie sehr mir klar ist, dass ich einem paar Muskelpakete immer irgendwie unterlegen sein werde, wenn sie mehrere sind…«, sie schüttelte den Kopf.

Connor schien sie zu gut zu kennen, als dass ihm ihre Pause entgangen wäre. Tabs presste die Lippen aufeinander, »Ich mache mir Sorgen, dass ich euch alle mit in Gefahr gebracht habe…«, gestand sie dann leise ein.

»Ich fürchte für Neid ist es noch etwas früh…«, erklärte sie etwas selbstironisch, »Das einzige was bis jetzt versucht hat mich ans Bett zu binden ist die vermaledeite Prellung… was in etwa so viel Spaß macht, wie es sich anhört…«, nicht das ihr der Teil wirklich der wichtigste war. Sie suchte jemanden, mit der sie alles von ihr teilen konnte - auch wenn sie den spaßigen Teilen auch nicht abgeneigt war. Vielleicht hatte sie mit TJ hier Glück. Sie wünschte es sich.

»Hmm… es.. ist trotzdem seltsam etwas das mir anvertraut wurde um anderen zu helfen für mich selbst zu nutzen.«, murmelte sie, »Aber vielleicht sollte ich das zurückgeben. Du hast deine Kräfte aus einem Grund. Wenn eines von Ihnen bereit ist, vertraue darauf dass es das nicht ohne Grund entscheidet. Oder denkst du es ist alles Zufall? Ich meine, bitte fühl dich nicht gedrängt und ich weiß wohl besser als die meisten wie es ist sich nicht zu trauen. Aber ich weiß auch das vertrauen am ehesten gegen Zweifel hilft.«

»Ich würde nie jemand von einem Avatar Marathon abhalten wenn du damit leben kannst wie sehr ich Korrasami hypen werde«, sie grinste verstohlen, »Was das Training betrifft. Sicher, aber erwarte nicht das ich einen Plan habe. Ich weiß jede Menge über die Theorie und wie man kraftorte reinigt, aber ich habe in den Schriften nie viel zu magischer Selbstverteidigung gesehen…«

Sie lachte leise, »Ich wünschte ich wäre so optimistisch. Meine letzten dates waren alle sehr viel normaler als “willst du nicht mit mir und meinen Freunden Müll sammeln” - entweder bedeutet es eine Menge dass sie zugesagt hat oder ich bin offiziell hoffnungslos…«, sie schüttelte den Kopf, »Mein letztes Date wollte mich vor allem als Quelle haben, wäre aber zum Ausgleich auch mit mir ins Bett gegangen… und das war eines der besseren in letzter Zeit…«
#25
„Ja, das war ein Unding.“ Das hatte sogar Connor irgendwie mitbekommen. Wieso er ein eher an Mädels adressiertes Format kannte? Weil er sich immer schon eher wenig um Kategorien geschert hatte und magische Kriegerinnen cool waren!
„Da widerspreche ich nicht.“ Er schmunzelte leicht.

„Angst ist etwas Gutes“, widersprach Connor. „Und du bist alles andere als klein! Ich weiß, was du meinst, aber um Hilfe zu bitten und sie anzunehmen, beweist vielmehr Größe. Und eine gewisse Hirnfähigkeit.“ Darin musste er sie einfach bekräftigen. Denn den Rückhalt, den sie hatte, war ein Teil ihrer Stärke. Sie hatte ihn, weil sie war, wie sie war. „Wir stehen gerne hinter dir. Und jeder einzelne von uns, auch ein Jason McAllister, wäre einem Haufen Muskelpakete unterlegen.“ Insofern konnte man da nur mit der Mobilisierung vieler arbeiten.

Connor schwieg einen Moment. „Hast du nicht. Das haben wenn schon wir selbst, weil wir beschlossen haben, dir zu helfen. Mach dir keine Vorwürfe. Jeder von uns würde immer lieber wissen wollen was los ist, als keine Ahnung zu haben, wie es wirklich um dich steht.“ Da wagte er durchaus auch für Jason und die anderen zu sprechen.

„Hey, immerhin sichert dir die Prellung eine unbeschränkte Eis-Flatrate!“ So war Connor, immer irgendetwas Positives aus einer Sache ziehen. Was nicht hieß, dass er sie nicht verstand. Mehr als gut sogar, ihn selbst hatten irgendwelche Verletzungen schon viel zu sehr genervt. Aber umso mehr wollte er irgendwie, dass sie auf sich achtgab.

„Naja, so gesehen hilfst du dir damit, um wieder, bzw. weiter anderen helfen zu können, oder? Insofern ist es vollkommen gerechtfertigt, dich damit zu schützen. Du machst das ja nicht aus rein egoistischen Motiven.“ Und selbst dann könnte Connor es verstehen.
Nun gab er ein leises Seufzen von sich. „Nein, du hast schon recht. Ich sollte mich darauf einlassen.“ Vor allem, wenn er ihr solche Reden hielt! Eine Herausforderung war es trotzdem. Aber das hatten sie letztendlich ja alle irgendwie vor, bzw. zum großen Teil eben auch schon hinter sich. „Zufall ist es vermutlich nicht. Sie werden das spüren können. Und wenn es jetzt nicht an der Zeit ist …“ Immerhin passierte immer mehr in seinem Dunstkreis, was so einen Schritt doch langsam sinnvoll machen könnte.

„Das stört mich nicht.“ Connor lachte wieder. „Und wir finden bestimmt beide noch genügend Anregungen darin. Und wenn es ein paar nicht magische Kniffe sind.“ Immerhin waren da auch nette andere Moves zu sehen. „Jason kann uns ja auch mal ein paar Lektionen erteilen.“ Denn Connor war sich ziemlich sicher, dass der weitaus mehr als seine Feuerfähigkeit und das musische Talent auf dem Kasten hatte.

„Vielleicht ist genau das der Unterschied, der es richtig gut macht!“ Er hoffte es sehr. „Mies. Kennt man die Person?“ Tabs hatte da anscheinend echt das Pech für sich gepachtet. Ein Gfühl, was Connor kannte, denn längerfristige Bindungen waren bei ihm bisher auch Fehlanzeige. Vielleicht waren Leute wie Tabs und er ja auch einfach viel zu cool für diese Welt! Zumindest versuchte er sich damit zu trösten und nicht über diese dämliche Topf-Deckel-Geschichte näher nachzudenken.
#26
Tabitha atmete tief durch und schloss einen Moment lang die Augen. Sie sollten wirklich an Transformations-Sequenzen arbeiten, wenn sie anfingen sich Gedanken zu machen, wie sie ihre Kräfte zur Verteidigung einsetzen konnte, oder? Transformation Sequenzen machten die Welt einfach, die Bösen leicht zu erkennen und jeder Kampf zu etwas, was einen etwas für Leben lehren konnte. Das einzige, was sie bis jetzt gelernt hatte war, dass sie sich von der Notwendigkeit, sich verteidigen zu müssen fernhalten sollte - und das war ihr nichts neues, sondern das, was sie ihren Schülerinnen seit Jahren beibrachte. Nur das Ärger leider in letzter Zeit die Angewohnheit hatte, sie zu suchen - anstatt umgekehrt.

Sie schaffte irgendwie ein Lächeln - nicht, dass Connor das durch das Telefon sehen konnte. Er hatte insoweit recht, dass sie wusste, dass die anderen zu ihr standen - egal wo durch. Wenn sie etwas waren - und damit meinte sie nicht nur ihre direkte Familie - dann eine eingeschworene Gemeinschaft. Gemeinsame Geheimnisse von weltverändernder Größe schienen dies an sich zu haben. Mit oder ohne Transformationssequenz. Sie kniff leicht die Augen zusammen und schüttelte dann den Kopf. Mit den Knöchel waren elegante Pirouetten wohl eher raus?

»Nur dass bei Jason1 die Anzahl an Muskelpaketen, die sich trauen würden, sich mit ihm anzulegen wohl erheblich größer ist…«, meinte sie leicht zynisch, »Vielleicht sollte ich mich geehrt fühlen, dass sie zu viert waren… gegeben der Tatsache, dass ich nicht sicher bin, ob ich mit einem davon fertig geworden wäre - ohne Hilfe.«, vor einem hätte sie immerhin vermutlich weglaufen können.

Tab musste wirklich lachen, als Connor auf die Eis-Flatrate zu sprechen kam, »Ja… okay… dagegen kann ich wenig sagen.«, gestand sie dann ein und äugte ihre mittlerweile recht leere Schale. Vernunft hätte diktiert, nicht noch ein weiteres Mal zum Eisfach zu laufen, richtig?

Es war also nicht egoistisch ihre Kräfte einzusetzen, weil sie am Ende Leuten half? Die Advokatin hob eine Augenbraue. Das war ein Argument, dass sie bei einer Jury auch versucht hätte, oder? »Sicher, dass du keine Aspirationen hast, Anwalt zu werden?«, fragte sie leicht schmunzelnd, »Die kreative Interpretation von Fakten im Sinne der eigenen Agenda scheint dir ja zu liegen…«, ihre Nasenspitze zuckte leicht. Wenn Connor etwas mittlerweile wirklich geschafft hatte, dann sie irgendwie aufzumuntern - von Raufbolden, Überfällen, Junes Fall, Maries Jury, geprellten Knöcheln und allem anderen, mit dem sie sich gerade herumschlug. Sie nickte langsam - dankbar. Manchmal war es nicht der Anruf, den man erwartete, aber der Anruf, den man brauchte? Oder den man verdiente? War auch ein Filmzitat, oder? Aber sie hatte sich mit Yoda und allem schon genug aufs cineastische Glatteis bewegt.

Aber ihre eigenen Worte schienen Connor zumindest einen Stubs in die Richtung gegeben zu haben, »Ich bin mir sicher, es würde gut gehen.«, versicherte sie ihm nochmals, »Und wenn du ganz sicher sein willst, mach es nicht allein. Ich bin mir sicher, jede:r von uns würde dir zur Seite stehen, wenn du das möchtest… wie ich … gerade eben dran erinnert wurde«, sie grinste leicht, als sie ihm seine Worte zurückspiegelte - auf eine gewisse Art und Weise.

»Und bis dahin trainieren wir auf andere Art und Weise. Wobei ich annehme, dass jedes Element ein bisschen für sich wird denken müssen - und ich denke, wir müssen uns alle dort hinein denken. Ich weiß nicht mal, ob Jason wirklich bewusst mit seinem Feuer kämpft, wenn ich ehrlich bin…«, sie ging davon aus, aber auch für ihn gab es vermutlich keine Anleitung - es war etwas, was sie sich erarbeiten mussten, »Ich denke meine größte Schwierigkeit wird sein, überhaupt Erde zu finden, mitten in der Stadt.«, bei modernen bauten aus Glas und Beton blieben ihr nicht mal mehr Fliesen - immerhin hatte Edinburgh genug historisches Kopfsteinpflaster?

Korrasami. Die Avatar und Elementbändigerung und die selbstbewusste, willensstarke Medizi… err… Ingenieurin. Okay, vielleicht zog sie Parallelen zu TJ2? Nicht besonders unbewusste welche… ein schmales Lächeln umspielte die Lippen der rothaarigen jungen Frau.

Sie konnte allerdings nur mit den Schultern zucken, was ihr letztes Date betraf, »Ich bezweifle es, außer du hast viel mit Infobrokern und poltischen Fixern zu tun…«, meinte sie dann, »Es ist auch irgendwie Wasser unter der Brücke… ich meine fairer Weise, sie hat mir gesagt, worum es geht, bevor … weitere Dinge passiert sind. Insofern kann ich mich nicht über allzu verdeckte Karten beschweren?«, erneutes Achselzucken, »Ich meine, ich nehme an eine Menge Leute hätten die Chance begrüßt, aber … «, Tabs seufyte, »Sex einfach nur um des Sexes… war mir nie genug.«, vielleicht war das ein bisschen zu offen - aber sie war gerade durch die tieferen Abgründe ihrer Seele und Ängste gewandert, also warum hier stoppen?



1) Jason McAllister
2) Theia Athanasiou
#27
„Zu viert“, sinnierte Connor halblaut. „Das klingt dann auf jeden Fall schon irgendwie … organisierter und größer?“ Und nicht nach nur jemandem, der mal eben akut wütend auf Tabitha war, oder? Nicht, dass es das besser machte. Aber vielleicht greifbarer, wenn sie früher oder später mehr herausfanden. „Oder sie wissen einfach, dass du gefährlich bist“, versuchte er sie dann noch ein bisschen aufzubauen.
Was zumindest bezüglich des Eises funktionierte und ihr ein Lachen entlockte. Mission erfüllt! Connor ertrug es schlicht nicht, wenn es Leuten in seiner Umgebung schlecht ging.

Dann war es allerdings Connor, der auflachen musste. „Das will niemand. Ich würde die Hälfte der Termine vergessen und die Akten meiner Mandanten ständig durcheinanderwerfen.“ Nicht aus böser Absicht natürlich. Aber weil er eben Connor war. „Ich arbeite guten Anwältinnen lieber unter der Hand zu.“ Das Grinsen hörte man auch in seiner Stimme.

Dass auch er ein wenig trainieren und sich nicht von seinen Befürchtungen von einer Verbindung mit einem Elementar abhalten lassen sollte, konnte er dann nicht leugnen. „Müssen ja weise Leute sein, die dir so etwas mitteilen“, scherzte er, bevor er dann einen zustimmendes Brummen von sich gab. „Aber ja, das sollte ich wirklich angehen.“ Es wurde ja auch nicht besser, wenn er sich davor weiterhin sträubte.

„Gemeinsames, elementeübergreifendes Trainieren klingt jedenfalls gut. Zum besseren Kennenlernen der eigenen Fähigkeiten, aber auch, falls wir noch mal so überfallen werden.“ Nicht, dass er überfallen worden war. Aber irgendwie zählte es ja doch, wenn die Naturalisten allgemein angegriffen wurden, oder? „Oder die neuen Avenger werden und als perfektes Team fungieren wollten.“ So ganz ohne etwas Scherzerei ging es einfach nicht.
„Hm, reichen nicht auch schon kleine Mengen? Blumenkübel und so weiter? Bepflanzungen in der Stadt?“ Irgendwo fand sich immer auch ein bisschen Erde, oder? Die Frage war also eher, wie viel Tabs davon brauchte.

„Nicht, dass ich wüsste, zumindest“, räumte Connor ein. „Immerhin.“ So hatte Tabitha das dann wenigstens beenden können. „Verstehe ich“, meinte er dann. „Manchmal hat man keine andere Wahl“, denn was richtige, längere Beziehungen anbelangte, hatte Connor ja auch nicht das große Glück gepachtet, während ihm generelles Flirten doch leicht von den Lippen ging und Kontakteknüpfen an sich nie sein Problem gewesen war, „aber schöner ist es natürlich anders.“ Mit der Offenheit dieses Gespräches hatte Connor dann auch überhaupt kein Problem. Natürlich tauschte man sich mit Freunden dann auch mal über so etwas aus. Und Tabs gönnte er von Herzen, dass ihre Hoffnungen bezüglich der neuen Frau in ihrem Leben sich erfüllten; ohne zu ahnen, dass er mit selbiger bald schon auf der Flucht vor einem dubiosen Verfolger sein würde.

(Erwöhnungen: Theia Athanasiou indirekt)
#28
Tabitha seufzte und nickte, »Es klingt in jedem Fall so, als würde es jemand ernst meinen.«, bestätigte sie dann leise. Nicht unbedingt eine Feststellung, die sie aufbaute, »Im Januar waren sie nur zu zweit, vermutlich wollten sie dieses Mal auf Nummer sicher gehen…«, sie hielt kurz inne, »Immerhin waren es keine Profis. Ich bezweifle, dass wir die in eine Pizzeria locken hätten können…«, aber die Gier nach TJ’s1 Geld schien alles andere überwogen zu haben - zu ihrer beider Glück, »Leider wurden sie meines Wissens bis jetzt nicht gefasst… also tappen wir weiter im Dunkeln.«, was in etwa ihre Meinung dazu bestätigte, wie Sinnvoll Videoüberwachung für die Verhinderung von Verbrechen war, »Zumindest würde ich hoffen, dass wir etwas hören würden, mindestens über Jasons2 Connections … auch wenn man mir offiziell was von laufenden Ermittlungen erzählt, über die man nichts sagen kann.«, sie rollte mit den Augen.

Sie verstand irgendwie, dass man ihr nichts über laufende Ermittlungen erzählte - es machte auf eine gewisse Art und Weise Sinn, immerhin war es erwiesen, dass Zeug:innen durch Fragen beeinflussbar waren - aber es war gleichzeitig unglaublich frustrierend auf dieser Seite zu sitzen. Die junge Advokatin seufzte ernüchtert, »Ich hoffe also weiter darauf, dass Jason irgendetwas herausbekommt… vorzugsweise, bevor sie zu acht anrücken. Ich glaube nicht, dass ich mir Pizza für acht leisten kann…«, ihre Mundwinkel zuckten leicht. Galgenhumor war ihre bevorzugte Defensive gegen Dinge, die sie nicht ändern konnte - vor allem, weil es manchmal ihre einzige Defensive war, wenn sich Dinge besonders nach Windmühlen anfühlten.

Sie lachte leise, als Connor erwähnte, dass er besser zuarbeitete, »Well, das ist auch eine Möglichkeit… wenn auch eine noch schlechter bezahlte.«, erklärte sie dann mit einem ironischen Augenzwinkern, »Zumindest in meinem Feld. Ich hab gehört die großen Privat-Kanzleien haben mehr als ein paar Schuhbändel als Budget für Ermittler… aber das ist wohl der Preis dafür, wenn man versucht, das Richtige zu tun … und nicht das Profitable.«, sie hob kurz die freie Hand, »Außerdem viel einfacher zu wissen, was das Profitable ist… das Richtige ist da schwammiger…«, sie seufzte, »Nicht? Ah, sieht so aus als wärst du genauso Hoffnungslos, wie der Rest von uns.«, sie zwinkerte mit beiden Augen. Es gab Leute, die das richtige taten und Geld hatten - wie TJ bewiesen hatte, indem sie sich mehrfach geweigert hatte, sich selbst zu retten und sie zurück zu lassen - aber ihrer Erfahrung nach war der andere Fall weit, weit häufiger…

Tabs presste die Lippen zusammen - dass sie nicht sicher sein konnte, dass es nicht wieder passieren würde war, neben der Begegnung mit den Alchemisten, der Grund dafür, dass sie trainieren wollte, »Leider, ja.«, gestand sie leise ein und musste dann aber über das Avengers Kommentar lachen:

»Du meinst, wenn wir die Umwelt nicht retten können, können wir sie zumindest rächen?«, fragte sie - das wäre, was einige von ihnen betraf, definitiv auf Parteilinie - besonders, wenn man Leuten wie Gabe’s3 Zwillingsschwester Mira zuhörte, »Ich kann mir vorstellen, dass das einige von uns unterschreiben würden«, sie selbst gehörte definitiv zu den Leuten, die bestürzter darüber gewesen waren, dass das Elementar in den Pentlands die Bauarbeiten angegriffen hatte, als andere - auch wenn sich sicher niemand von ihnen darüber freute, wenn Menschen verletzt wurden, »Ich zumindest würde sie lieber retten.«, der Gedanke ging, auch wenn er als Witz gemeint gewesen war, ein bisschen in die Richtung von Jasons2 aktuellen Ideen - auch wenn sie hoffte, dass sie da einen weniger martialischen Namen mit weniger Copyright Problemen fanden.

»Blumenkübel… ja, okay, ich meine sicher, ein bisschen Erde findet sich … aber die Frage ist, wie viel ich brauche, um etwas damit anfangen zu können. Eine Handvoll Erde nach jemandem zu werfen wird ihn nicht lange aufhalten, oder?«, vielleicht war ihre Vorstellung sehr stark von Avatar geprägt, »Aber genau deswegen müssen wir uns darüber Gedanken machen - testen, was möglich ist, was funktioniert… Ich bin mir ehrlich gesagt nicht mal ganz sicher, wo die Grenzen sind. Wenn das jemand schon ausführlich getestet hat, dann ist es nicht in unseren Aufzeichnungen.«, die schienen sehr darauf ausgelegt, in der natürlichen Welt für Gleichgewicht zu sorgen - und weniger sich in der Stadt mit Entführern zu prügeln. Das Leben musste früher einfacher gewesen sein, zumindest was das betraf - zumindest für Naturalisten, die in Sicherheit in einem Anwesen lebten - für alle anderen zugegeben weniger.

Sie hob eine Augenbraue, »Ich nehme an, das ist persönliche Präferenz.«, meinte sie dann, was physische Beziehungen betraf. Sie selbst bevorzugte “nicht” zu “bedeutungslos”, aber sie wusste, dass andere das anders sahen und sie würde sich niemals anmaßen, das irgendwie zu werten. Es war, wie sie gesagt hatte, etwas persönliches. Ihre Mundwinkel zuckten leicht, aber sie war vielleicht doch ein bisschen zu zurückhaltend, um Kommentare zu Alternativen zu machen, auch wenn sie durchaus Freundinnen hatte, die sich das nicht hätten verkneifen können, »Oder hängt am Alkohol-Level.«, sie lachte leise - nicht umsonst baute Alkohol Hemmungen ab - wobei sie selbst betrunken mit niemandem geschlafen hätte, die sie nicht zumindest mochte - und selten so viel trank, dass die Frage relevant war.

»Nun, ich nehme die Tatsache, dass jemand mich zumindest so sehr mag, dass sie mit mir Müll sammeln geht mal als Zeichen, dass ich nicht komplett Hoffnungslos bin.«, ergänzte sie dann, »Zumindest hoffe ich das.«



1) Theia Athanasiou
2) Jason McAllister
3) Gabriel Anderson (indirekt)




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