Professional Slacker
Belvedaire ist ein etwa 90 Jahre alter Vampir im Körper eines Ende 20 jährigen. Er wurde nie gefragt, ob er ein Vampir sein will, fügt sich aber seinem Schicksal. Sein Gemüt ist herzlich, manchmal wirkt er ein wenig eigen oder seltsam, hat aber einen hohen Sinn für Gerechtigkeit und Zusammenhalt zwischen allen Vampiren. Aktuell verdient er sich sein Geld mit kleinen Aushilfsjobs in Bars oder Restaurants, doch er scheut sich nicht sich auch mal die Hände schmutzig zu machen.
Geschlafen...Sehr lange hatte er nach diesem Morgen in Portobello geschlafen. Bis nach den Mittagsstunden nach denen er irgendwann aufgestanden war. Duschen, etwas trinken, Couch...Eine Weile hatte er dort gesessen und nachgedacht, während Dan noch in der Werkstatt arbeitete. Das er mit Tessa reden musste stand außer Frage. Nicht nur wegen Dima...Sondern auch wegen Dan.
Im Zuge dessen hatte er die nächsten Stunden dafür genutzt einen ganzen Haufen Karteikarten zu schreiben. Einen für die Begegnung mit Morozov, einen anderen um Tessa irgendwie schonen beizubringen, dass er mit einem Menschen zusammen lebte. Nachdem ihn die Begegnung mit dem Vampir völlig aus der Bahn geworfen hatte, machte ihn das Geständnis seiner Clanherrin gegenüber noch viel nervöser. Wie würde sie reagieren? Ihn aus dem Clan werfen? Verstoßen?
Himmel, seine Hände waren schon schweißnass geworden, als er lediglich eine Nachricht tippte um zu erfahren ob sie wach und erreichbar war. Jetzt wo er das Telefon in der Hand hatte, glaubte er sich gleich aufzulösen. Atmen….Durchatmen…Daniel war kein schlechter Mensch, ganz im Gegenteil. Er war ein kluger Kopf, ein neutraler Verbündeter, der ihnen helfen konnte…
Atmen… Belve wählte die Nummer aus seiner Kontaktliste und betätigte die Ruftaste. Während es tutete um ihm sein Herz gefühlt aus der Brust hämmerte griff er sich den ersten Stapel Notizen um sich damit in die Sofaecke zu kuscheln.
Schließlich hob die Zielperson ab. Sofort saß Belve gerade.
„Ah?...Tessa? Guten Tag, hier ist Belvedaire. Ich ehm….Hoffe ich störe nicht?“ Er tippelte mit dem Finger gegen sein Knie.
Eisblumen Blühen In Der Nacht
Stella Olson, unter anderen Vampiren auch bekannt als Contessa oder kurz Tessa, ist eine Geschäftsfrau durch und durch. Sie hält die Fäden von einem großen Firmenimperium in den Händen, welches sich von Raum- und Luftfahrttechnik über Pharmazeutik zu Softwareentwicklung spannt. Mit ihren tadellosen Manieren und ihrem Händchen für Diplomatie ist eine einzigartige Politikerin. Gepaart mit ihrem Ehrgeiz, gehört sie zu jenen Frauen, die man nicht als Feind will. Wenn sie ihr Wort gibt, wird sie es halten – es sei denn man betrügt sie zuerst. Als wunderschöne Eisblume scheint sie oft unerreichbar in ihrer stillen Art. Ihr Ziel ist es ein neues Heim für ihren Clan in Edinburgh zu schaffen und die Sicherheit ihrer Spezies zu gewährleisten – zumindest in diesem Land.
Tessa beendete das Meeting und klickte auf das Auflegen-Symbole in dem Videokonferenz-tool und rieb sich einmal über die Stirn. Das hätte auch eine E-Mail sein können. Sie schlug die Augen wieder auf und bereute es. Mit einem Seufzen wandte sie sich wieder von dem Bildschirm ab und schaute in den Raum.
Sie saß in ihrem Buero. Auf ihren perfekt sauberen Schreibtisch lag die polarisierte Brille, die ihr Ace gegeben hatte für Bildschirmarbeit. Sie sollte sie wirklich mehr tragen. Doch sie würde sich niemals damit in einem Meeting blicken lassen!
Somit rieb sie sich noch einmal über die Augen und lehnte sich etwas zurück. Sie hatte fünf Minuten bis zu den Zeitpunkt, den sie Belvedaire gegeben hatte für ein kurzes Gespräche. Sie hoffte wirklich, dass dieser sie nicht anrief, weil Ace irgendetwas dummes getan hatte.
Halt. Nein, Ace hatte sicherlich etwas dummes getan. Die Frage war eher, ob er den anderen direkt mit reingezogen hatte.
Schließlich klingelte ihr Telefon. Sie lächelte über die Pünktlichkeit des anderen.
„Hallo, Belvedaire,“ begrüßte sie ihn freundlich. „Nein du störst nicht.“
Sie drehte den Stuhl herum, so dass sie zum Bücherregal schaute anstatt in das grelle Bildschirmlicht.
„Was kann ich für dich tun? Deine Nachricht klang, als wäre dies kein freundschaftlicher Anruf wäre,“ fragte sie direkt nach um es ihm einfacher zu machen seine Sorgen aufzubringen. Fast hätte sie gefragt, ob Ace etwas mit der Sache zu tun hatte, aber sie schaffte es noch ihre Gedanken nicht über ihre Lippen kommen zu lassen.
Professional Slacker
Belvedaire ist ein etwa 90 Jahre alter Vampir im Körper eines Ende 20 jährigen. Er wurde nie gefragt, ob er ein Vampir sein will, fügt sich aber seinem Schicksal. Sein Gemüt ist herzlich, manchmal wirkt er ein wenig eigen oder seltsam, hat aber einen hohen Sinn für Gerechtigkeit und Zusammenhalt zwischen allen Vampiren. Aktuell verdient er sich sein Geld mit kleinen Aushilfsjobs in Bars oder Restaurants, doch er scheut sich nicht sich auch mal die Hände schmutzig zu machen.
„Hallo, Belvedaire,“
Die Anrede war gewohnt freundlich. Ein feiner Geschäftston schwang immer in ihrem Sing Sang mit, fand der Vampir, doch er ließ sie für ihn nicht hart wirken. Wahrscheinlich weil er zu einer Zeit anrief, wo sie nicht zwischen Terminen hin und her hetzen musste. Haa.. Er atmete aus und kuschelte sich mit seinen Karteikarten noch etwas mehr in die Sofaecke und zwang sich zur Ruhe.
„Nein du störst nicht….Was kann ich für dich tun? Deine Nachricht klang, als wäre dies kein freundschaftlicher Anruf wäre,“
„Nicht unbedingt“ bestätigte er etwas kleinlaut. „Auch wenn ich wünschte es wäre so – Allerdings...Ist heute etwas passiert...Und es gibt da etwas, dass ich dir erzählen muss, weil es wichtig für den Clan und unsere Zukunft sein könnte“
Er pausierte kurz um Stella Zeit zu geben den Auftrakt zu verdauen und zu kategorisieren, dann holte er noch einmal Luft, sortierte die Karte und beschloss mit Dima anzufangen.
„Ich war heute Morgen nach der Arbeit joggen...In Portobello. Ich hab dort zufällig Dmitry Morozov getroffen. Ich hab nichts verraten, aber er hat direkt vermutet, dass ich ein Vampir bin und sich selbst als einer gezeigt…“ Er fuhr sich mit der Zunge kurz über die Lippen. „Zuerst dachte ich, er wäre ganz nett...Aber dann hat er mir gedroht….Ich ehm….Das war nicht angenehm…“ wobei nicht angenehm noch weit neutraler war, als das was er erlebt hatte. Nicht unbedingt durch Dima, jedoch daraus, was dieser Sheriff ans Licht geholt hatte.
„Ich weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll...ob ich muss aus Portobello fern halten sollte. Deswegen dachte ich, dass du davon wissen solltest“